Anstieg von sexuellen Übergriffen in Busse und Bahnen

(Bild: JouWatch)
Neue Zahlen belegen: Sexuelle Übergriffe in Bussen und Bahnen haben zugenommen (Bild: JouWatch)

Berlin – Neue Zahlen liegen vor: Laut einer unveröffentlichten Langfassung der letztjährigen Kriminalstatistik registrierte die Berliner Polizei in Regional- und S-Bahnen zwölfmal mehr Sexualdelikte als im Vorjahr.

2016 wurden insgesamt 150 Sexualdelikte im öffentlichen Nahverkehr angezeigt. Ein Jahr zuvor waren es 35 Fälle weniger. Davon fanden 57 Übergriffe in Regional- und S-Bahnen statt, 19 in Bussen und zwei in der Straßenbahn. Wer die Täter sind, darüber gibt die Kriminalstatistik keine Auskunft. Wie die Berliner Zeitung, der die nicht veröffentlichte Polizeibilanz vorliege mitteilt, würden die meisten Verfahren noch laufen. Zudem würden oft nur vage Zeugenaussagen vorliegen.

Eine mögliche Erklärung für den Anstieg sieht die Polizei in einem angeblich veränderten Anzeigeverhalten nach den massenhaften sexuellen Übergriffen durch Immigranten in der Silvesternacht in Köln. Des weiteren wird der Anstieg der sexuellen Übergriffe dadurch heruntergespielt, dass es sich bei etwa 70 Prozent der Straftaten ja um „exhibitionistische Handlungen“ und Fälle der Erregung öffentlichen Ärgernisses „mit niedrigem Gewaltpotenzial“ handeln würde.

Viel schlimmer sei es bei anderen Delikten wie Beleidigung (Anstieg um 188 Fälle auf insgesamt 1.618 Fälle), Taschendiebstählen (23.748 Fälle – Stand 2016) oder Sachbeschädigung im Öffentlichen Nahverkehr ( 2.145 Fälle), so die Berliner Zeitung weiter. Obwohl Berlin die Überwachung des öffentlichen Raumes vorangetrieben hat und Videokameras in U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen installierte, ist ein Anstieg bei Sexualdelikten und Sachbeschädigung zu verzeichnen. Diese Entwicklung zeige, so der FDP-Abgeordnete Marcel Luthe,  dass Videoüberwachung überhaupt nichts bringe. (SB)

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