Vom Porschefahrer zum IS-Kämpfer

Foto: Collage
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Immer wieder kommen in den Mainstreammedien sogenannte Experten zu Wort, die beteuern, dass zu allem bereite Korangläubige zu den abgehängten, diskriminierten und ausgegrenzten unserer Gesellschaft gehören. Sie geben das als Grund für deren Bereitschaft zum Töten an. Die Wirklichkeit ist eine andere, wie dieses Beispiel aus Großbritannien mal wieder beweist.

Von Marilla Slominski

Abu Adam Al-Britani lebte in London als erfolgreicher Anwalt und Notar. Sein Spezialgebiet war das Einwanderungsrecht. Der 39jährige Muslim besaß mehrere Anwaltsfirmen und strich für seine Tätigkeit hohe Honorare ein.

Vor vier Jahren beendete er seine Karriere in Großbritannien, dass er nun „Land der Hunde“ schimpfte. Wohlstand und westliche Rechtsprechung interessierten ihn nicht mehr. Es zog ihn nach Syrien, zum IS, zum Schlachten, Töten und Erobern.

In der vergangenen Woche tauchte ein 72 Minuten langes Video von Al-Britani auf, ihn dem er sich über sein hartes Dasein in der syrischen IS-Hochburg Ar-Raqqa beklagte und darüber jammerte, dass US-Streitkräfte in die Stadt eindringen und sie zurückerobern.

Über sein Leben im verachteten englischen Königreich sagte er: „Ich war kein Loser. Ich habe an einem Tag mehr Geld gemacht, als andere in einem Monat verdienen. Ich hatte einen Porsche und es ging mir sehr gut.“ Er habe als nächstes auf einen Lamborghini und eine Villa gespart.

Nun hockt das Beispiel für „gut gelungene Integration“ mit Frau und Kleinkind im vom Islam beherrschten Nahen Osten und ist wütend, dass die USA und ihre Verbündeten Luftangriffe fliegen und sein Kalifat in Schutt und Asche legen.

Er soll zu den letzten 300 Korankämpfern gehören, die noch in Rakka vermutet werden. Obwohl die Straßen der Stadt mit „Toten übersät“ seien, würde er „diesen Ort mit keinem anderen auf der Welt tauschen wollen“, bekennt er.

Seine britischen Bekannten können sich den Sinneswandel des 39-Jährigen nicht erklären. „Er ist so ein netter Mann und so bescheiden. Er war immer bereit, mit einem Rat zu helfen. Er hat nicht gelogen, wenn er sagt, er hat viel Geld verdient“, erinnert sich sein Nachbar. Enge Freunde berichten, er sei zwischendurch noch einmal nach Großbritannien zurückgekehrt und habe versucht, seine ehemaligen Kumpel zum Dschihad zu überreden.

„Er und seine Frau waren zum vergangenen Ramadan hier und haben die ganze Zeit darüber geredet, dass hier alles haram, also unrein ist“, erzählt sein Bekannter. „Wir alle sollten ihm in den Kampf folgen.“

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