Linker und islamischer Terror wirken – Andreas Thiel gibt seinen Rücktritt bekannt

Andreas Thiel schmeißt hin (Bild: Tobias Neuhold - Andreas Thiel;CC BY 2.0; siehe Link)

Der Schweizer Satiriker Andreas Thiel wagte sich 2014  auf gefährliches Terrain: Er machte den Koran für Gewalt, Krieg und Unterdrückung verantwortlich. Den islamischen Propheten Mohammed bezeichnete er als „Sklaventreiber, Kinderschänder und Massenmörder“. Seither nahmen die Anfeindungen aus linker und islamischer Seite zu, die Auftrittsangebote ab. Er musste um sein Leben fürchten. Nun gab Thiel seinen endgültigen Rücktritt bekannt.

Andreas Thiel, der Schweizer Satiriker mit dem auffällig bunten Iro auf dem Kopf, verfasste Ende 2014 für die Weltwoche eine Titelstory und bezeichnete darin den islamischen Propheten Mohammed als „Sklaventreiber, Kinderschänder und Massenmörder“. Der Koran sei eine Sammlung von „Hasstiraden“ – Weisheiten oder das Wort Gottes suche man darin vergeblich. „Neben Aufrufen zu Gewalt und ein paar überholten, primitiven Richtsprüchen ermüdet die Lektüre bloß durch die unaufhörliche Selbstbeweihräucherung Mohammeds und die unablässige Betonung seiner angeblich göttlichen Gesandtschaft – im Wechsel mit Schmähungen von Ungläubigen und üblen Drohungen gegen diese.“

„Ich wurde von christlichen Fundamentalisten entführt“

Seit seiner Publikation hatte der Satiriker Drohungen und Beschimpfungen erhalten – wobei „dummer Hurensohn“ noch einer der freundlicheren war. Thiel informierte deshalb die Polizei, sein Umfeld war um seine Sicherheit besorgt. Thiel gab sich kämpferisch: er stehe trotzdem zu jedem Wort. „Es ist erwiesen, dass Mohammed Sklaven hielt, mit 50 eine Neunjährige heiratete und während seiner Herrschaft 74 Kriege führte. Ich sage nur die Wahrheit.“

Eine Woche später setzte der Thiel in einer Satiresendung noch „eins oben auf“ und „entschuldigte“ sich öffentlich für sein „Fehlverhalten“. „Lest nicht, was ich in der Weltwoche über den Koran geschrieben habe», so der Widerruf Thiels. „Ich habe es nicht freiwillig geschrieben. Ich wurde von christlichen Fundamentalisten entführt und im Keller der Weltwoche-Redaktion gefangen gehalten. Sie zwangen mich, den kritischen Artikel über den Koran zu schreiben.“ Thiel weiter: „Die Wahrheit ist, dass Mohammed sehr tierlieb war. Mohammed hat die Gleichberechtigung von Mann und Frau erfunden und war ein großer Anhänger der Rede- und Religionsfreiheit. Auch hat er so schöne Dinge wie das Schaukelpferd und die Rutschbahn erfunden. Auch die Kunst hat Mohammed sehr geliebt. Seine Koranverse sind große Poesie. So schreibt er in Sure 9: Wer Juden oder Christen tötet, im Paradiese fröhlich Flöten flötet“.

Nun hat er sich entschieden, diesem Druck nachzugeben

Nun gab Thiel seinen endgültigen Rücktritt bekannt, angekündigte hatte er  diesen bereits vor einem Jahr. In einem Interview mit der Basler Zeitung auf eine Eierattacke angesprochen, gab Thiel an, das diese nur eine eher originelle Episode in der langen Liste von Bedrohungen, Beschimpfungen und physischen Attacken gewesen sei, die allerdings ihre Ziel nicht verfehlt hätten: Sein Publikum habe Angst bekommen. Fanatische Muslime und noch mehr intolerante Linke wie der Eierwerfer würden seit drei Jahren seine öffentlichen Auftritte zu verhindern suchen. Nun habe er sich entschieden, diesem Druck nachzugeben.

Hinzu komme, dass einige Theater aus Angst vor Terrorismus, weil er Morddrohungen erhalten habe, sich von ihm abgewendet hätten. Andere Bühnen wiederum gaben dem politisch korrekten Druck nach. Wiederum andere waren der Überzeugung, er sei ein Rassist. Bezeichnend auch hier die Argumentation staatlich subventionierter Bühnen, die die Verträge mit  Thiel lösten, weil sie fanden, ein Künstler, der sich gegen Subventionen ausspricht, darf nicht in Theatern auftreten, die Subventionen beziehen, was doppelt lustig sei, so Thiel, da die subventionierten Theater faktisch ein Theatermonopol halten und behaupten, mit den öffentlichen Mitteln die Meinungsvielfalt zu garantieren.

Die „Linke“ scheint hinabzusinken in einen Sumpf, der eigentlich braun ist

Abschließen danach gefragt, ob der Boykott seiner Veranstaltungen von einer linken Gesinnungskontrolle ausgehe, zeigt sich Thiel unschlüssig. Wenn dies zutreffe, und die Linke es tatsächlich nicht ertrage, dass er als Satiriker auch die Linken kritisiere, dann habe er Angst um diese „Linke“.

Aber wenn er sehe, dass gewaltbereite linke Schlägertruppen bereits Veranstaltungen der Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) erfolgreich verhindern können, nur weil ihnen ein Gastredner zu wenig links ist, dann müsse er wohl beipflichten. Die „Linke“ scheint hinabzusinken in einen Sumpf, der eigentlich braun ist. (SB)

 

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