Klimaerwärmung: „Prognosen sind fehlerhaft“

(Bild: JouWatch)
Entwarnung! Es wird doch nicht so heiß! (Bild: JouWatch)

Führende Klimaforscher geben in ihrer Studie zu, dass sich die Erde ­langsamer erwärmt als von ihnen behauptet. Dies kommt einem Eingeständnis in Richtung der Klimaskeptiker gleich. Als Grund für ihre Korrektur wird angeführt: Ihre Computermodelle hätten den Temperaturanstieg überschätzt.

Im Fachmagazin Nature Geoscience wurde vor wenigen Tagen das Eingeständnis der Klimaforscher veröffentlicht, dass sie mit ihren alarmistischen Prognosen, die überall als absolute Wahrheiten gehandelt werden, falsch liegen. Die Studie belege, dass sich die Erde langsamer erwärme, als von diesen Experten, die mehrheitlich für den Weltklimarat (IPCC) – der zwischenstaatliche Ausschuss über Klimaveränderung der Vereinten Nationen- und das gleichnamige Protokolle zuständig sind, bislang behauptet wurde.

Viermal soviel CO2 Ausstoß bis sich die Erde „vielleicht“ um 1,5 Grad erwärmt

Es komme einem Geständnis gleich, dass die sogenannten Klimaskeptiker recht hatten, so Alex Reichmuth in der Weltwoche. Denn, die Klimaalarmisten seien zu dem Schluss gekommen, dass die Menschheit mehr CO2 ausstoßen dürfe, bis sich die Erde mutmaßlich um 1,5 Grad erwärmt. Der Fehler der Berechnung sei zudem nicht lapidar: Nicht ein Zehntel mehr, nicht ein Fünftel oder die Hälfte mehr – nein: fast viermal mehr CO2 könne ausgestoßen werden, um den menschgemachten Erderwärmungsanstieg von 1,5 Grad überhaupt zu erreichen.

Der Klimawandel ­habe sich in den letzten zwanzig Jahren verlangsamt, so die Studie. Die Computermodelle lägen falsch, da grundlegende klimatische Zusammenhänge in der Atmosphäre nicht bekannt oder nicht verstanden seien.  „Wir haben die schnelle Erwärmung nach dem Jahr 2000, die wir in den Modellen sehen, in der Realität nicht beobachten können“, heißt es laut des Studien-Mitautors Myles Allen von der University of Oxford, der damit die Aussage seines Co-Autor Michael Grubb vom University College London stützt. So zumindest die Times über das Eingeständnis dieser Experten.

Führender IPCC-Klimaforscher wechselt die Seite

Ganz neu dürfte die Erkenntnis für die IPCC-Alarmisten indes nicht sein. Bereits 2014 hatte der führende schwedische Klimaforscher Lennart Bengtsson, bis 1990 Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg – einem der weltweit führenden Klimaforschungszentren- die Seiten gewechselt und trat dem klimaskeptischen Think Tank Global Warming Policy Foundation (GWPF) bei, was  die Gemeinde der Gläubigen des menschgemachten Klimawandels enorm erschütterte. Der gemeinnützige Think Tank GWPF wurde 2009 von Nigel Lawson gegründet und versucht eine Überreaktion auf die globale Erwärmung zu verhindern.

Die Debatte um Energie und Klima in Anbetracht der wachsenden Weltbevölkerung mache es unabdingbar, die Möglichkeiten zu erkunden, diesen Bedarf zu decken, so Bengtsson in seiner Erklärung. Der Wechsel zum klimaskeptischen Think Tank GWFP, der sich maßgeblich aus Ökonomen zusammensetze, gebe ihm als Meteorologe „realistische Möglichkeiten, um die wissenschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen bei der Lösung der Energieprobleme“ außerhalb seines Fachgebiets zu erkunden.

IPCC-Prognosen sind mehr eine Sache des Glaubens als ein Faktum

Den Wechsel zur GWFP begründete der damals 79-Jährige des Weiteren damit, dass er es als seine Aufgabe als Wissenschaftler ansehe, skeptisch zu sein. Er habe feststellen müssen, dass die Klimawissenschaft nicht in der Lage sei, „ihre Simulationen richtig zu validieren.“ Die Prognosen daraus seien mehr eine Sache des Glaubens als ein Faktum. So sei die Erwärmung des Planeten seit Ende des 20. Jahrhunderts deutlich schwächer verlaufen, als Klimamodelle dies anzeigen. Der IPPC-Bericht des sogenannten Weltklimarates würde dies nicht ausreichend kritisieren.

Begstsson habe großen Respekt vor der wissenschaftlichen Leistung seiner Kollegen. Jedoch sehe er keinen Sinn in den Bestrebungen des IPCC, in Sachen Klima einen Konsens herzustellen, da gerade auf einem Gebiet, das so unvollständig verstanden ist wie das des Klimasystems, eine Übereinstimmung sinnlos ist.

 „Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter – oder es bleibt, wie es ist.“

Weder war 2014 von Bengtssons Sinneswandel, noch von dem aktuellen Eingeständnis seiner ehemaligen Kollegen in den Mainstreammedien etwas zu lesen. Die fehlerhafte Studie wird von den Missionaren des menschgemachten Klimawandels vielmehr als „erdrückende Bestätigung für den Klimaschutz“ verkauft. Die verlangsamte Erwärmung der Erde würde sich ja nun viel besser mit dem Klimaabkommens von Paris vereinbaren lassen. Denn ohne die Verlangsamung wäre das Vorhaben, die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, wohl unrealistisch gewesen, da viele Leute der Meinung seien, dass dies nicht möglich ist, so Myles Allen, einer der Autor der fehlerhaften Studie.

Wären die Verfasser der Studie indes zum Schluss gekommen, dass die Erderwärmung stärker geworden sei, wären zum einen die Mainstreammedien mit lautem Halali darauf angesprungen. Zum anderen würde  die Interpretation mit Sicherheit lauten: Jetzt ist Klimaschutz erst recht nötig! Egal also, welche ­Resultate die Wissenschaft liefert, so Reichmuth in der Wirtschaftswoche und auf der Internetseite des Eike-Instituts: Sie werden immer als Bestätigung gewertet, dass der CO2-Ausstoss möglichst rasch abnehmen muss. Man fühlt sich an ein altes Sprichwort erinnert: „Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter – oder es bleibt, wie es ist.“ (SB)

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