Das erste Kalifat und der libertäre Tunnelblick

Selbst Menschen, die sonst medienkritisch sind und (angeblich) alles hinterfragen, werden in bestimmten Fällen zu Opfern der Propaganda der linkslastigen Schreibgriffel und Mikrofonhalter, wenn das berichtete Geschehen weiter weg ist als die nächste Tankstelle und man die Sprache der Region nicht kann. Da hilft nur alternative Quellen suchen und auf Menschen hören, die wirklich Ahnung haben, kompetent sind, vor Ort leben und die Sprache beherrschen.

Von Hans Friedrich

Das ist gerade so bei Katalonien. Trauen wir uns bei Murksel und Schnulzke noch ein eigenes Beobachtungsurteil zu, schließlich schöpfen wir da aus den Erfahrungen, die wir in unserem Umfeld machen, sieht das dort „unten“ schon ganz anders aus. Da übernehmen viele von uns unreflektiert die GEZ-Sichten und was LÜGEL oder Springer so schreiben.

Gerade Facebook bietet aber Möglichkeiten, den Erfassungsbogen weiter zu spannen. Hier kann man Freunde finden, die wirklich Ahnung haben und von der Entwicklung unmittelbar, auch existentiell betroffen sind. Gottlob gibt es solche Freunde.

Danach sieht es dort so aus: Die meisten Bilder und Berichte, die uns erreichen sind selektiv, eine Art inszeniertes Palliwood, also eine Katalaniwood, die an das Bauchgefühl und Mitleid appellieren und den Verstand betrügen sollen. Tatsächlich ist es so, daß eine Interessenmelange aus Linken, Muslimen und Strippenziehern wie George Soros (seine Einmischung in der Ukraine, dem Baltikum, Ungarn etc. ist unvergessen, seine Wühlarbeit in Deutschland ist eine Permanente…) die Abspaltung Kataloniens vorantreiben.

Als Libertärer befürwortet man gemeinhin die Sezession, aber das Festhalten an Dogmen ist immer dann kontraproduktiv, wenn sie sich pragmatischer Vernunft in den Weg stellen. Das war übrigens auch bei der Diskussion um die Wahlteilnahme bei der Bundestagswahl so. Hochgradig albern. Im Falle Kataloniens kann man nur gegen die Sezession sein, denn sie spielt dem Islam in die Hände und wir werden/würden einem ersten Kalifat auf europäischem Festland das Wort reden. Ob das mit libertärem Freiheitsempfinden vereinbar ist, mag jeder selbst entscheiden.

Schon jetzt ist die Bevölkerungsstruktur dieser Provinz völlig verändert. Freunde, die dort leben, berichten von der starken Einflußnahme des Islam, die Straßen sind schwarz von verpackten Sehschlitzfrauen und die Sharia hat bereits ein festes Bein im Rechtssystem. Es ist mitnichten so, daß alle Katalanen die Sezession begrüßen, aber davon berichtet die Presse nicht. Auch das Qatar die „Revolution“ massiv finanziell unterstützt, wird bei uns nicht thematisiert. Nein ich spreche auch nicht Spanisch, aber ich verlasse mich auch nicht auf die einseitigen deutschen Medien. Neben den FB-Freunden vor Ort und einer klugen Analytikerin wie Dr. Gudrun Eussner, lesen wir englischsprachige und russische Medien und meine Tochter, die in der Abiklasse Spanisch hat, stolpert sich noch etwas unbeholfen durch das spanische Angebot.

Ich empfehle daher, nicht alles kritiklos zu übernehmen was uns vorgesetzt wird. Es sei denn, Ihnen ist daran gelegen, dass wir einen neuen Bürgerkrieg in Europa bekommen, es wäre ja, trotz EU, nicht der Erste und dass „nun endlich“ der Islam einen Brückenkopf in Europa erhält.

JouWatch-Leser Wolfgang Stallbaum hat dazu auch einen interessanten Bericht:

Die „Qatar-Connection“ der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter

Im neugewählten katalanischen Regionalparlament stellen die Befürworter einer Trennung von Spanien die Mehrheit. Die Partei von Regionalpräsident Artur Mas („Zusammen für das Ja“) erreichte 39,6 Prozent oder 62 von 135 Sitzen, die linksradikale „Kandidatur der Volkseinheit“ (CUP) mit 8,2 Prozent weitere zehn Sitze. Die Wahlbeteiligung war gegenüber 2012 von 67 auf 77 Prozent gestiegen.

Mas hatte im Wahlkampf den Urnengang zum inoffiziellen ..Unabhängigkeitsreferendum“ stilisiert. Während Autonomiebewegungen in Schottland, Südtirol und Flandern (Belgien) und eine Reihe konservativer und rechter Bewegungen und Parteien die Wahlentscheidung der siebeneinhalb Millionen Einwohner starken Region Catalunya als Vorbild feierten, verursachen die Unterstützer und Hinterleute der linksnationalen Unabhängigkeitsbewegung zunehmend Irritationen.

Einflussreicher Förderer eines unabhängigen Kataloniens ist das absolutistisch regierte Emirat Qatar, in dem wie in Saudi-Arabien der sunnitisch-extreme, auch als „Salafismus“ bekannte Wahhabismus Staatsideologie und die Scharia Gesetz ist. Regionalpräsident Artur Mas wird in seinem Unabhängigkeitskurs von der Organisation ..Katalanen mit Migrationshintergrund“ unterstützt, in der der Syrer Mowafak Kanfach, Gründer der „Islamischen Föderation Kata-loniens“, eine maßgebliche Rolle spielt.

Kanfach, ein Gegner des syrischen Präsidenten Assad, ist Kopf des Projekts einer von Qatar finanzierten Mega-Moschee, für die das Emirat die ehemalige Stierkampfarena mit 2,2 Milliarden Euro erwerben und in eine Moschee mit 40.000 Plätzen und einem 300 Meter hohen Minarett verwandeln will.

Das Projekt ist nicht das einzige Sinnbild der „Qatarisierung“ von Kataloniens kulturellen Traditionen. Fest im Griff des wahhabitischen Herrschers ist auch eine der bekanntesten katalanischen Institutionen, der FC Barcelona.

Großsponsor des auch von den Sezessionisten gern politisch instrumentalisierten Millionen-Clubs ist die von der Königsfamilie gegründete Fluggesellschaft „Qatar Airways“.

Prominenter Lobbyist sowohl der katalanischen Unabhängigkeit als auch des Emirats Qatar ist der ehemalige „Barca“- und heutige Bayern-München-Trainer Pep Guardiola. Ein französisches Fußballmagazin wirft Guardiola – der von 2003 bis 2005 beim Qatar-Klub al-Ahli SC spielte und das Emirat als „das freieste islamische Land überhaupt“ feierte – vor, elf Millionen Euro kassiert zu haben, um Qatar als Austragungsort der Fußball-WM 2022 zu promoten.

Die „Qatar-Connection“ der katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter wirft zumindest die Frage auf, ob ein unabhängiges Katalonien sich tatsächlich vor allem als Staat der Katalanen oder nicht auch als Vorposten der Islamisierung Europas verstehen würde.

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