Ann-Kathrin hat Zivilcourage: Sie hilft Flüchtlingen!

Symbolfoto: Durch g-stockstudio/Shutterstock
Das freut sich das Bonner Publikum (Symbolfoto: Durch g-stockstudio/Shutterstock)

Ann-Kathrin ist jung und hübsch und will – wie ihr Bruder Christian Thielscher – Gutes für Flüchtlinge aus Islamistan und Afrika  tun. Also engagieren sie und ihr Bruder sich in der Flüchtlingshilfe. Dieses große, mutige Engagement gipfelte jetzt in der Verleihung des „Jugendpreises für Zivilcourage“, den sie, ihr Bruder Christian und der junge, gut aussehende Safiullah (Safi) Khaliqi erhielten. Neben der Urkunde gab es auch noch einen Geldpreis in Höhe von 500 Euro für jeden.

Von Verena B.

Dieser Preis wurde erstmals von Bonns bei vielen Bürgern sehr unbeliebten OB Ashok Johannes Sridharan mit indischen Wurzel, die er in die Kommunalpolitik einbrachte, ins Leben gerufen. Sridharan gehört der Christlichen Döner-Union CDU an. Die Geldbeträge haben zu jeweils einem Drittel der OB und seine Frau selbst, die CDU-Fraktion im satten Stadtrat und der StadtSportbund gestiftet, berichtet der „Blickpunkt“, das Propaganda-Blatt für Refugees welcome.

Es sei ihm ein Anliegen gewesen, die Zivilcourage und das soziale Engagement der drei jungen Erwachsenen zu würdigen, so der Ober-Mufti mit gebräuntem Teint. Er habe selbst drei Söhne, die sich ehrenamtlich engagieren. Der Preis solle kein einmaliges Ereignis bleiben. Er solle vielmehr jährlich verliehen werden.

Worin bestand Ann-Kathrins herausragende Leistung?

Sie kümmerte sich um eine „junge, fast gleichaltrige  Flüchtlingsfrau. Zuerst habe ich sie unterrichtet. In der Sprache. Später ist eine richtige Freundschaft daraus entstanden. Sie ist später freiwillig ausgereist. Heute ist sie in ihrem Heimatland. Sie hat einen Platz in der Schule gefunden. Es geht ihr gut“, berichtet Ann-Kathrin, die selbst bald 18 wird.

Der OB berichtet etwas ausführlicher über die familiären Verhältnisse der Familie der jungen Frau. Die seien schwierig gewesen. Vor allem deshalb, weil der Familienvater alkoholabhängig gewesen sei, was für etliche Probleme verbunden mit Gewalt gesorgt habe. Hier habe Ann-Kathrin einen wertvollen Beitrag geleistet. „Ich habe das für selbstverständlich gehalten“, so Ann-Kathrin über ihr vorbildliches Verhalten. In deutschen Familien gibt es sowas ja nicht und wenn, dann ist mir das wurscht. Ich helfe nur Flüchtlingen, denn ich bin keine Rassistin und kein Nazi, ich bin bunt und multikulturell und das ist total in. Mit den 1.500 Euro können Bruder Christian und ich einen schönen Urlaub in der Türkei machen und auch Safi mitnehmen. Das sagte sie nicht, aber das dachte das brave Mädchen möglicherweise.

Linke Asyl-Lobby hat kräftig mitgeholfen.

Eine Jury aus der Stadtgesellschaft (gewaltfreie, demokratische Zivilgesellschaft Helldeutschland von „Deutschland verrecke“) selbst hat die Auswahl der Preisträger getroffen. „Wir haben im Vorfeld alle möglichen Institutionen angeschrieben, etwa Schulen und Verbände“, so der OB. Ann-Kathrin wurde vorgeschlagen vom ökumenischen Arbeitskreis ‚Asyl und Zuflucht Endenich‘. Es gehört Mut dazu, sich regelmäßig in eine Familie mit großen Problemen zu begeben. Es erfordert große Stärke, sich der Hoffnungslosigkeit eines anderen Menschen zu stellen und es auszuhalten, keine Lösung anbieten zu können.“ Soweit die Meinung der Jury.

Auch Bruder Christian ist ein mutiger Held.

Er hat seit Anfang 2015 zwei armenische Brüder begleitet, mit ihnen für die Schule gearbeitet und für sie auf Dauer die Rolle des großen Bruders eingenommen. Dies auch deshalb, weil der Vater in der patriarchalisch geprägten Familienstruktur aufgrund einer psychischen Störung seine eigentlich ihm zugeschriebene Rolle nicht hat erfüllen können. Die Jury: „Es erfordert Überzeugung und Courage, seine eigene freie Zeit regelmäßig für deren Probleme einzusetzen.“

Safi darf bei den Ausgezeichneten natürlich nicht fehlen.

Die Jury, die im Übrigen in allen drei Fällen einstimmig entschieden hat, bedenkt auch Safi Khaliqi mit einem Preis: „Ich übersetze die therapeutischen Gespräche mit minderjährigen afghanischen Flüchtlingen in der Evangelischen Beratungsstelle. Zusätzlich habe ich einen Fußballclub gegründet, der hier in der Region spielt.“ Der Club heißt FC Jawanan (= Jugend) Bonn e.V., in dem Jugendliche aus aller Herren Länder spielen.“

Preisverleihung im elitären Bonner Tennis- und Hockey-Verein

Der Verein hat rund 2.000 Mitglieder, bietet seit Neuestem auch Rugby an und gehört aufgrund seiner bevorzugten Lage im Stadtteil Ippendorf (wo u.a. viele reiche Ärzte und gute Menschen wohnen) und seiner vielfältigen Möglichkeiten zum Feinsten, was man sich vorstellen kann. Sicher werden hier bald viele Kopftuchdamen und junge Männer mit dunklem Teint kostenlos Tennis, Hockey und Rugby spielen und an Turnieren teilnehmen. Safi und Ann-Kathrin sind ein schönes Paar. Vielleicht heiraten sie ja einmal und setzten viele kleine Muselmänner/-frauen in die Welt.

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