Til Schweiger stellt Kritiker an den Pranger und protzt mit Millionengage, die es nicht gibt

Jouwatch Bildmontage: Til Schweiger von Arabien
Jouwatch Bildmontage: Til Schweiger von Arabien

Er hat es wieder getan. Til Schweiger giftet gegen Kritiker und veröffentlicht ab sofort nicht-meinungskonforme Kommentare mit Namen öffentlich auf seiner Facebookseite. Erst teilt er aus, dann erwähnt er ein 5 Millionen Angebot, das er angeblich vom Tourismusverband Bayern erhalten hat, um den Botschafter für Saudi-Arabien zu mimen, doch der Tourismusverband weiß nichts von seinem Glück.

Von Bianca Hoe

Einst einer der beliebtesten Regisseure und Schauspieler Deutschlands, entwickelt sich Til Schweiger inzwischen immer mehr zu einem heißen Eisen. Seine letzten drei Filme waren Flops, da half auch keine kollegiale Verstärkung seitens Matthias Schweighöfer. Die Kinosäle blieben leer. Es scheint, die Kinofans wollen Schweiger einfach nicht mehr auf der Leinwand sehen. Es könnte damit zu tun haben, dass er sich in jüngster Vergangenheit als glühender Verehrer der Merkelschen Politik geoutet hat. Damit war er tief in der Gunst vieler Fans gesunken, die in Scharen davon liefen. Schweiger macht jetzt wieder negative Schlagzeilen und erneut hat es mit Politik und einem skurrilen Jobangebot zu tun.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag veröffentlichte Til Schweiger auf seiner Facebookseite einen Post, der es in sich hat. Ob es am Vollmond lag, dass er in typischer Schweigermanier mit übertriebener Interpunktion, wohl um seine Aussagen zu bekräftigen, zunächst verkündete, dass er alle Kritiker, die er lapidar als „Deppenkommentare“ abstempelte, auf seiner Facebookseite zukünftig veröffentlicht. Ein Jammer, dass Erich Honecker das nicht mehr erleben kann, wäre er doch vermutlich stolz zu sehen, dass Diffarmierung à la Stasi heute sogar von Westlern wie Til Schweiger mit Leidenschaft betrieben wird.

Screenshot 06.10.2017
Screenshot 06.10.2017

Davon ab, dass er bereits damit begonnen hat, Facebook-User, deren Meinungen er besonders fraglich findet, mit Namen bei sich auf der eigenen Seite zu präsentieren, klingen die Kommentare auf seiner Seite nicht wirklich begeistert. Nur wenige stimmen ihm zu, die meisten raten jedoch, „schnell wieder gesund zu werden“.

Nachdem er mit seiner Einleitung zunächst die Tür aus den Angeln riss, polterte er weiter und protzte mit einem 5 Millionenangebot vom Tourismusverband Bayern, um als Botschafter für Saudi-Arabien zu agieren.

Bayern-Tourismus weiß allerdings nichts von einem Angebot.

Dem Stern sagte die Sprecherin der Bayern Tourismus Marketing GmbH, dass „derzeit nicht mit Prominenten zusammengearbeitet wird, also auch nicht mit Til Schweiger“.
Auch andere Traditionseinrichtungen, wie der bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga, oder das Wirtschaftsministerium verneinten eine geplante Zusammenarbeit mit Schweiger.

 

Schweiger selbst äußerte sich zu der angeblichen Millionengage erst am Donnerstag Abend, erneut auf Facebook und wieder ziemlich verwirrend.

 

Insgeheim bleibt zu hoffen, dass zu diesem Thema alsbald ein Artikel im bekannten Satiremagazin Titanic erscheint, die auch schon Anfang des Jahres falsche Jobangebote mit hohen Gagen an bekannte Redakteure verschickten und die Facebookreaktionen dann im Magazin zur Schau stellten.

 

 

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