47 Millionen Euro mehr für Bundestagsbüros

Akten, Akten, Akten (Pixabay)

Wegen eines Schadens an der Bodenplatte des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses wird die Erweiterung der Gebäude des Deutschen Bundestages deutlich teurer als geplant. Die Bodenplatte sei undicht, es dringe Feuchtigkeit ein, die noch vor Fertigstellung eine Sanierung des Gebäudes erforderlich mache.

Derzeit liefe ein Beweissicherungsverfahren, in dem festgestellt werden soll, wer für den Pfusch am Bau verantwortlich ist. Die Sanierung der Bodenplatte soll laut Ausschreibung erst Ende 2018 abgeschlossen sein. Geplanter Eröffnungstermin des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses war hingegen 2014.

Im lesenswerten Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler heißt es dazu konkret: „Dadurch verzögert sich die Fertigstellung des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses immer weiter. Während die Eröffnung ursprünglich für 2014 vorgesehen war, lautet die Devise heute nur noch: in der nächsten Legislaturperiode. Die erwarteten Baukosten sind bereits von ursprünglich 190 auf 223 Millionen Euro gestiegen. Hinzu kommen Kosten für Büros, die deshalb angemietet werden müssen. Über den gesamten Zeitraum belaufen sich die Kosten hierfür auf 13,6 Millionen Euro. Insgesamt kommen somit Mehrkosten von 46,6 Millionen Euro für den Erweiterungsbau zusammen.“

Abschließend wird gewitzelt, daß zu großer Optimismus bei Großbauten in Berlin ohnehin nicht ratsam wäre. (RH)

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