Hitler hätte gejubelt: Menschen mit Down Syndrom fast „ausgerottet“!

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Lebenswert oder nicht lebenswert, das ist hier die Frage (Foto: Durch Smit/Shutterstock)

Am 1. Oktober begann in den USA der Monat des Down Syndroms, auch Trisomie 21 genannt. Anlässlich der Kampagne, die sich für Menschen mit Trisomie 21 einsetzt, erinnerte US-Präsident Trump an den Wert jedes einzelnen Lebens.

Von Marilla Slominski

„Die 250.000 Amerikaner mit Down Syndrom sind Teil des großen Geistes unserer Nation. Sie verbreiten Freude, Freundlichkeit und Wunder in unseren Familien, Arbeitsplätzen und Gemeinden. Leider gibt es immer noch zu viele Menschen in den USA und weltweit, die das Down Syndrom als Entschuldigung benutzen, um menschliches Leben zu ignorieren oder als Ausschuss zu betrachten. Wir müssen immer wachsam bleiben und Leben in seiner ganzen Einzigartigkeit und als besonderes Geschenk zu betrachten und zu beschützen“, so Trump in seinem Statement.

Doch ganz im Sinne des Nationalsozialismus gelten Menschen mit dieser speziellen Behinderung auch heute wieder als unerwünscht und werden, wo immer möglich, abgetrieben. Und so gehören Menschen mit dem Down Syndrom einer aussterbenden Spezies an. Vor allem in den westlichen Ländern, die sonst so viel Wert auf Vielfalt und Toleranz legen, haben diese Kinder so gut wie keine Chance mehr, geboren zu werden.

In Island werden nahezu 100 Prozent aller Schwangerschaften, die positiv auf Trisomie 21 getestet wurden, abgebrochen, nachdem Anfang 2000 flächendeckend Tests zur Entdeckung eingeführt wurden. Dort sind Abtreibungen bis zur 16.Schwangerschaftswoche erlaubt, wenn beim Fötus Missbildungen festgestellt werden, dazu zählt auch Trisomie 21.

„So wie es aussieht, haben wir das Down Syndrom in unserer Gesellschaft ausgerottet“, teilte die isländische Genetikerin Kari Stefansson im August in einem Interview mit CBS mit. In anderen europäischen Staaten ist die Situation nicht anders aus:

Dänemark bietet Schwangeren seit 2014 Ultraschall und Blutprobeuntersuchungen an. Ergebnis: 2015 kamen nur noch 31 Babys mit Trisomie zur Welt.

In Deutschland treiben 9 von zehn Frauen ihre Kinder, bei der Diagnose Down Syndrom, ab. Weitere statistische Erhebungen, gibt es nicht.

In der Schweiz werden Statistiken zufolge jährlich weniger als 90 Menschen mit Trisomie 21 geboren. 2015 gab es etwa 10.000 Abtreibungen – wie viele Frauen sich aufgrund einer Fehlbildung des Fötus dazu entschieden, ist nicht bekannt.

In den USA stieg die Abbruchrate auf 67%, In Frankreich auf 77%. Auch in Schweden und Deutschland verschwinden diese außergewöhnlichen Menschen aus der Gesellschaft.

„Diese Kinder mit Down-Syndrom, sind nicht einfach hilflos, wie wir es uns vorstellen, sondern ein kostbares Geschenk für ihre Familien. Sie lehren uns mindestens so viel, wie wir ihnen beibringen könnten und zeigen uns eine Welt, die so viel größer ist als die, die wir zuvor kannten“, berichtet die Mutter eines kleinen Jungen, der mit nicht einmal vier Monaten an einem Herzfehler starb.

Ein Geschenk, dass immer weniger Menschen bereit sind, anzunehmen. Adolf Hitler, der Ende Oktober 1939 die Anordnung zur Ausrottung „lebensunwerten Lebens“ erließ, wäre angesichts dieses massenhaften „Gnadentods“ begeistert.

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Medizinskandal Herzinfarkt