Aprilia – italienische Kleinstadt und Dschihadisten-Hochburg

Foto: Durch Yuriy Seleznev/Shutterstock
Sind bereit Europa zu erobern: Dschihadisten (Foto: Durch Yuriy Seleznev/Shutterstock)

Nachdem bekannt wurde, dass zwei Islamgläubige tunesische Attentäter, die für Attentate in Frankreich und Deutschland verantwortlich sind, in der Umgebung von Rom gelebt haben, wachsen die Befürchtungen in Italien, dass die Region ein Unterschlupf Dschihadisten geworden ist.

Von Marilla Slominski

Die Region um Aprilia sei schon lange unter Beobachtung, wegen der der islamischen Dschihad-Sympathisanten, erklärte jetzt der römische Staatsanwalt Francesco Caporale.

Nachdem inzwischen mehrere Terror-Verdächtige aus Italien abgeschoben worden seien, könne man nicht mehr von einer hypothetischen Dschihadisten Zelle sprechen, die aus der Region um Rom heraus agiere, so der Staatsanwalt.

Der Tunesier Ahmed Hanachi, der am vergangenen Wochenende zwei Frauen auf dem Hauptbahnhof von Marseille mit einem Messer angegriffen die 21 und 20 Jahre alten Cousinen tötete, lebte seit mehreren Jahren in Aprilia (JouWatch berichtete).

„2008 heiratete er eine Italienerin. Er war von 2010 bis 2017 als Einwohner der Stadt registriert“, heißt es in einer Presseerklärung. Der 29jährige Kleinkriminelle, der wegen Drogendelikten und Diebstahl mehrfach verhaftet worden war, trennte sich von seiner Frau und verließ die Gegend 2015.

Aprilia liegt 40 km von Rom entfernt und hat etwa 70.000 Einwohner. Migranten aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt von Sikhs bis zu Nordafrikanern, haben sich dort niedergelassen. Die tunesische Gemeinde soll circa 400 Mitglieder umfassen.

Auch der Korangläubige tunesische Mörder Anis Amri (24), lebte vor dem Gemetzel auf dem Berliner Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr, in Aprilia. Drei Tunesier, die in Kontakt mit Amri standen, wurden dieses jahr aus Italien abgeschoben.

Auch der 33 Jahre alte Algerier Khaled Babouri, der 2016 zwei belgische Polizisten angegriffen hatte, wohnte in der italienischen Kleinstadt.

Im vergangenen Jahr hatte auch der italienische Innenminister Angelino Alfano seinen  Bürgern das neue europäische Motto „Keiner ist sicher“ verkündet. Man setze alles daran, Terrorangriffe zu verhindern, aber es gäbe für sie keine absolute Sicherheit mehr.

Angelino Alfano lobte damals die „enormen Anstrengungen“ der Polizei, um islamische Attacken wie in Deutschland, Frankreich und Belgien zu verhindern. Die Polizei sei 24 Stunden im Einsatz und erhielten im Schnitt 800 Terror-Hinweise pro Tag, von denen 80 in direktem Zusammenhang mit islamischem Extremismus stünden.

 

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