Präsidentiale Morgenröte (oder: Kehrt die Vernunft nach Deutschland zurück?)

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Herr Bundespräsient Steinmeier - Foto: Collage

Folgende (sinngemäß wiedergegebene) Passage der Rede ist mir aufgefallen, die der Bundespräsident Frank Steinmeier im Rahmen der gestrigen, Wiedervereinigungs-Jubelfeier der politischen „Eliten“ des Landes in Mainz gehalten hat:

Von Quo usque tandem

„Steinmeier forderte eine Unterscheidung zwischen Flucht aus politischer Verfolgung und vor Armut. „Sie (…) begründen nicht den gleichen uneingeschränkten Anspruch.“ Notwendig sei ein ehrlicher Umgang mit dem Thema. Dazu gehöre die Frage, welche und wie viel Zuwanderung wir wollen und vielleicht sogar brauchen ….

…. Es gehe um legale Zugänge, Steuerung und Kontrolle. Dann könne die Polarisierung der Debatte überwunden werden. „Die Not von Menschen darf uns niemals gleichgültig sein“, sagte er, verwies aber auch auf begrenzte Möglichkeiten zur Aufnahme von Flüchtlingen.“

(Quelle: T-Online; 03.10.2017; Hervorhebungen von mir.)

Was hat dies zu bedeuten? Ist dies ein erster, zaghafter Ansatz einer Morgenröte der Rückkehr des gesunden Menschenverstandes? Ein erstes Anzeichen einer Abkehr von dem bisherigen ehernen Glaubenssatz, der da lautet man könne Elend und Armut der gesamten Erde heilen, indem man alle Elenden und Armen nach Deutschland holt (bzw. sie mit der Aussicht auf üppige Sozial-Leistungen plus auf einen Status absoluter Narrenfreiheit) dorthin lockt?

Wenn dem so sein sollte (und sollte dieser Ansatz tatsächlich in einen strahlenden Morgen übergehen), so hätten die Deutschen ihre mögliche Rettung vor einem – sehr wahrscheinlichen – Untergang in Chaos und Barbarei zweifellos dem jüngsten, aufrüttelnden Wahlerfolg der AfD zu verdanken.

Anerkennung und Danksagungen wären dorthin zu richten.

Wandere aus, solange es noch geht!
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