2. Teil, Die Journaille kritzelt weiter: „Es kam schnelle Hilfe“

Journaille bei der Arbeit

Bielefeld- Kesselbrink, der Skatepark. Wortreich und dennoch wie eine Nebelmaschine berichtet die Welt über einen brutalen Mordversuch durch eine Gruppe von Afghanen an einem Deutschen.

Das Käseblattt schreibt: „Nur dem schnellen Einsatz der Rettungssanitäter hat ein 21-Jähriger aus Gütersloh vermutlich sein Leben zu verdanken“.

Die Überschrift lautet immerhin vielsagend: Mordkommission ermittelt nach Messerattacke am Kesselbrink

Die Welt schwadroniert:  „Der Mann wurde am 29. September in in der Bielefelder Innenstadt Opfer einer ATTACKE. Er wurde dabei mit mehreren Messerstichen verletzt, die nur deshalb nicht lebensbedrohlich waren, weil schnell Hilfe kam.“

Wer hat wen wann und wo wie schwer verletzt. Fünf einfache Fragen, für Journaille nicht so fix lösbar. Journaille poetisch.

Nach Polizeiangaben sollen immerhin zirka 20 Personen an der SCHLÄGEREI beteiligt gewesen sein.

Weiteres Gekritzel: „Auslöser für die Auseinandersetzung, die Freitagabend gegen 22 Uhr eskalierte, waren offenbar Beleidigungen einer 22-Jährigen und einer 16-jährigen Bielefelderin durch mehrere junge afghanische Männer. Der 21-jährige Gütersloher wollte die Männer daraufhin zur Rede stellen.“

„Daraus entwickelte sich eine Schlägerei, in deren Verlauf einer aus der Männergruppe ein Messer zog und mehrfach auf den 21-Jährigen einstach. Anschließend flüchtete er mit den anderen Angreifern in unterschiedliche Richtungen der Bielefelder Innenstadt.“

Eine abenteuerliche Formulierung jagt die andere.

Ganz wichtig für die Journaille: „Vor Eintreffen der Polizei war bereits ein Rettungswagen vor Ort, der den Hauptverletzten und drei weitere Verletzte versorgte. Die nun eingesetzte Mordkommission „Kessel“ fahndet nach den einzelnen Gruppenmitgliedern, vor allem aber nach einem Hauptverdächtigen, einem circa 18 Jahre alten Iraker oder Kurden, der kurze schwarze Haare mit einer auffällig einrasierten Kante hat.“

Rettung und Abtransport der Verletzten oder der Toten funktionieren also prima. Bravo!

Erst am Ende des Beitrags erfolgt widerwillig die Beschreibung der  Täter. Wie immer. Die Verdächtigen sind junge afghanische Männer ob mit oder ohne Smartphone. Das Opfer ein 21 jähriger Deutscher. Alltag in Bielefeld, Alltag in der Bananenrepublik. Mordkommission „Kessel“ reimt sich auf Sessel. Die Journaille heißt in diesem Fall „Welt“. (RH)

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