Einigkeit ? Recht ? Freiheit?

Foto: Collage
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Gedanken zum Tag der deutschen Einheit 

Deutschland feiert soeben die 27ste Wiederkehr der Wiedervereinigung von Ost und West. Beim Lauschen auf das, aus diesem Anlass per Fernseher frei Haus gelieferte Über-Angebot von bombastischen Reden der politischen Prominenz, sind mir folgende Gedanken gekommen:

Von Quo usque tandem

Im Jahre 1989, also kurz vor dem soeben wieder gefeierten historischen Ereignis, konnten die beiden Teile Deutschlands nicht verschiedener sein.

Im Westen: Reges und vielfältiges politisches Leben sowie weitgehende Freiheit des Denkens und der Meinungsäußerung – im Osten: Eine jede freie geistige Initiative erstickende Gleichschaltung. Medien, die ausschließlich auf Anweisung der Staatsmacht handeln.  Zensur und Mundtod-Machung von Dissidenten mit drastischen Mitteln seitens derselben Staatsmacht.

Des weiteren, autoritäre Lenkung aller Staatsbelange durch einen kleinen Kreis von der Bevölkerung völlig abgekoppelter Spitzen-Funktionären.

Inzwischen scheinen diese Szenarien – wie durch einen Akt der Magie oder analog einem Kulissen-Wechsel im Theater – genau vertauscht worden zu sein:

In den sog. „neuen Bundesländern“: Unverhohlene Kritik an den sozialen und politischen Missständen des 1990 entstandenen Gesamtstaates, augenfällig gemacht u. A. durch die, im Vergleich, bedeutend stärkeren Wahlerfolge der AfD, aber auch frei geäußert in Wort und Schrift sowie durch Demonstrationen des Volkswillens  im öffentlichen Raum.

In den „alten“ Bundesländern: Staatliche Gleichschaltung des überwiegenden Teils der traditionellen Medien sowie immer dreistere Versuche, den freien Gedankenaustausch im Rahmen der sozialen Medien zu kontrollieren bzw. in bestimmte Kanäle zu zwingen. Die hierfür eingesetzten Mittel sind nicht mehr Lager und Haft, sondern die Bankrottierung des unliebsamen Meinungsäußerers mittels von willfährigen Staatsanwälten formulierter bizarrer Anklagen und von einer ebenso willfährigen Justiz verhängter Geldbußen (plus der einschlägigen Anwalts- und Gerichtskosten).

Wir beobachten hier ferner eine zunehmende Tendenz des Regierungs-Oberhauptes zu in einsamer Größe beschlossenen (mit dem Etikett der „Alternativlosigkeit“ verbrämten) Verfassungs- und Amtseid-Verletzungen sowie dem unilateralen Bruch internationaler Abkommen.

Kurz gesagt: Eine langsame,aber stetige Annäherungen an eine Verwirklichung der Orwell’schen Vision von „1984“.

Fürwahr eine wundersame Wandlung – oder besser ausgedrückt – ein 100%iger Rollentausch.

Wandere aus, solange es noch geht!
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