Messerstadt Leipzig

(Symbolbild: JouWatch)
Polizeiliche Festnahme (Symbolbild: JouWatch)

Leipzig– Sachsens Metropole „mausert“ sich zur „Messerstadt“ und kann sich Jahr für Jahr im Deliktsbereich „Messerangriff“ steigern. Allein seit Juli kam die „Tatwaffe Messer“ im Leipziger Stadtgebiet 22 Mal zum Einsatz. Bedrohungen mit dem Messer sind hierbei noch nicht  mit eingepreist.

„Attacke am Hauptbahnhof: Junger Libyer geht in Leipzig unvermittelt mit Küchenmesser auf Frau los“ oder „Leipzig: Familienvater wird von „Jugendlichen“ mit Messer angegriffen und schwer verletzt „, so nur zwei Meldungen aus den letzten Wochen rund um Messerattacken, die sich in Leipzig ereignet haben.

Leipzig messert sich nach oben

Im Polizeilichen Auskunftssystem  wurden in Leipzig bis Ende September 103 gefährliche Körperverletzungen unter der Rubrik bzw. Kennung „Messer“ aufgeführt und zeigt auf, dass Leipzig sich den Beinamen „Messerstadt“ redlich erarbeitet hat. Waren es 2011 nur 33 Messerangriffe, so „messerte“ sich Leipzig 2014 auf 62 Attacken hoch, letztes Jahr dann auf insgesamt 141 Taten. Dieses Jahr verzeichnet Leipzig bereits im September 103 Messerattacken. Allein bis Juli kam im Stadtgebiet Leipzig die Tatwaffe Messer 22  zum Einsatz. Hierbei sind Bedrohungen mit dem Messer noch nicht eingerechnet.

„So schlimm wie in diesem Sommer war es noch nie“, bestätigt die Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Cathleen Martin gegenüber der Bild. „Die Aggressivität nimmt zu! Konflikte werden nicht mehr verbal oder mit Fäusten geregelt, es wird gleich das Messer gezückt.“ Ohne Stichschutzweste verlasse inzwischen kein Polizist mehr das Revier. (SB)

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