Anabel Schunke: Fühle ich mich noch sicher in Deutschland?

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Alltag nicht nur in Deutschland: Gewalt in homosexuellen Partnerschaften (Foto: Durch 271 EAK MOTO/Shutterstock)

Ich meine, wir reden hier auf dieser Seite andauernd über Sicherheit. Vor allem über die Einbußen von Sicherheit im Zuge der Flüchtlingspolitik. Ein jeder kann vollkommen unkontrolliert seit 2015 in dieses Land einreisen. Zu uns wird einfach nur durchgewunken. Kontrolliert wird nicht wirklich. Im Ergebnis wissen wir weder, wie viele Terroristen, Mörder, noch andere Kriminelle hier mittlerweile herumlaufen.

Von Anabel Schunke

Nahezu täglich liest man mittlerweile von irgendwelchen Messerattacken oder sexuellen Übergriffen auf Frauen. Silvester 2015/16 als der traurige Höhepunkt einer Entwicklung, bei der die westliche Frau von männlichen Zuwanderern im öffentlichen Raum zum Freiwild erklärt wurde. 1205 Strafanzeigen gab es insgesamt aus dieser Nacht. Nur 6 Täter wurden verurteilt. Die meisten zur Bewährung. Bis heute ist nicht bekannt, ob auch nur einer der Täter jemals abgeschoben wurde oder wird. Seit Köln trage ich Pfefferspray in der Tasche. Etwas, von dem ich einer Freundin früher sagte, dass es lächerlich sei.

Aber es ist nicht nur jene absehbare Gefahr durch Asylbewerber, sondern generell die Ahndung von Delikten gegenüber Frauen in diesem Land.

Von all den Anzeigen, die ich in meinem Leben wegen Beleidigung, sexueller Belästigung etc. gestellt habe, hat nie auch nur eine zu etwas anderem geführt, als einer Einstellung des Verfahrens. Weder hat man mich über Jahre hinweg vor einem Stalker beschützt, noch vor Männern, die mich online mit dem Tode bedroht oder aufs Übelste sexuell beleidigt haben.

Die Polizei kann nichts dafür. Es ist die Justiz in diesem Land, die vollkommen überlastet ist. Angesichts von Ausländerkriminalität und nun noch der Flut an Klagen abgelehnter Asybewerber scheint keine Zeit mehr, um sich um solche „Bagatellen“ zu kümmern. Monatelang hört man nichts und dann kommt der Bescheid, dass das Verfahren eingestellt wurde.

Wie soll ich mich in so einem Land noch sicher fühlen, wenn ich nahezu mein ganzes Leben die Erfahrung gemacht habe, dass mir sowieso niemand hilft? Dass Verbrechen nicht geahndet, dass Anzeigen eingestellt werden und Männer, die das in Köln getan haben, überhaupt nicht oder nur auf Bewährung verurteilt werden?

Wenn du in diesem Land als Frau belästigt, beleidigt, bedroht wirst, ist niemand da, der dir hilft. Gibt es keinen Staat, der in der Lage ist, dich zu schützen oder zumindest das Verbrechen im Nachhinein zu ahnden? Das Einzige, was dieser Staat in Bezug auf Leute wie mich noch hinkriegt, ist meine eigene Verfolgung, wenn ich falsch parke oder zu schnell fahre.

Nein, das ist kein Land, in dem man gut und gerne lebt. Das ist ein Haufen Scheiße, für den wir auch noch die zweitgrößte Steuern- und Abgabenlast aller OECD-Länder tragen. Für den wir bis Mitte Juli jeden Jahres ausschließlich arbeiten und der uns dafür mit maroden Schulen, Bambusinternetleitungen und fehlender Sicherheit und Strafverfolgung belohnt. Sicherheit, liebe Leute, ist eine Kernaufgabe des Staates. Ohne sie ist alles nichts.

Für dieses Land und seine Politiker bin ich nicht mehr wert als eine Melkkuh. Obendrein versucht man meine Meinungsfreiheit, mein unveräußerliches Recht, Widerstand gegen diese Schieflage zu üben, einzuschränken. Ab heute tritt das NetzDG in Kraft. Das Einfallstor, nicht nur wirklichen Hass im Netz zu verbieten, sondern auch unliebsame Meinungen. Vor den Männern, die mich bedrohen und sexuell belästigen, wird mich das dennoch nicht schützen, denn das ist keine Hasskriminalität.

Das Schlimmste ist für mich aber nie dieser widerliche kleine Versuch gewesen, die freie Rede in diesem Land einzuschränken, da ich weiß, dass diese sich in einem Land, in dem die Menschen einmal die Freiheit kannten, nie gänzlich verbieten lassen wird. Es ist das Bewusstsein, für dieses Land keinen Wert zu haben. Dass meine gewählten Volksvertreter die Rechte fremder verteidigen, aber sich dabei einen Dreck um meine Rechte als Frau scheren. Dass ich für sie Pack bin, weil ich Kritik an einer frauenfeindlichen Religion und Kultur übe, an der unkontrollierten Zuwanderung. Dass „Vorzeige-Muslimas“ von Kübra Gümüsay bis zu Frau Hübsch im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen und bei der Politik der rote Teppich ausgerollt wird, dass sie offen über ihre Diskriminierung und ihr Kopftuch als Symbol der Freiheit sprechen können, eine Bühne dafür geboten bekommen, während sich niemand dafür interessiert, wie sehr ich mich als junge europäische Frau von dieser Religion diskriminiert fühle.

Meine Stimme ist für die öffentliche Debatte nichts wert. Islamkritik ist jenen vorbehalten, die einen Migrationshintergrund haben. In meinem eigenen Land, in meiner Heimat darf Kritik nur von jenen geübt werden, die dem Rassismusvorwurf gegenüber aufgrund ihrer eigenen Herkunft erhaben sind. Wir sind nur ein erbärmlicher Haufen ohne Stolz.

Denn was bin ich schon als blonde, heterosexuelle Frau ohne Migrationshintergrund in einer „bunten“ Welt? Eine Schlampe für die mit Kopftuch, eine Bußgeldzahlerin für den Staat, eine Querulantin, die man nicht schützt.

Wandere aus, solange es noch geht!
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