Ein gutes Geschäft mit Verschwendung

wertvolle Lebensmittel (Pixabay)

Im Handelsblatt ist ein Beitrag erschienen, der erneut auf den verschwenderischen Umgang mit Lebensmitteln aufmerksam macht.

Es sollen jährlich Millionen Tonnen noch genießbarer Lebensmittel auf dem Müll landen. Michael Schieferstein vom Verein „Foodfighters“ sagt: „Zwar sind die Zahlen des Ernährungsministeriums und des WWF mit elf beziehungsweise 18 Millionen Tonnen moderater. Es wird viel direkt auf den Äckern und in der Herstellung aussortiert. Essbare Lebensmittel, die ohne Not vernichtet werden. Das wird totgeschwiegen und dringt gar nicht an die Öffentlichkeit.“

Ein Anwender der App „Too Good to Go“ freut sich nun. Er holt sich eine Tüte mit Backwaren im Wert von 10 Euro in einer Bäckerei ab und bezahlt nur 2,90 Euro. „Man weiß ja vorher nie, was drin ist. Also kann man sich überraschen lassen und gleichzeitig Geld sparen. Und man rettet natürlich Lebensmittel. Denn die Backwaren wären sonst im Müll gelandet“, sagt er.

Der Geschäftsführer von „Too Good to Go“, eines 2015 in Schweden gegründeten Unternehmens, Julian Stützer fügt fast entschuldigend hinzu: „Wir sehen es als unsere Mission an, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren“. Jedes Kilogramm weggeworfener Lebensmittel, das noch genießbar wäre, habe einen Wert von 4,43 Euro.

Damit läge bares Geld auf dem Müll. „Too Good to Go“ sei auch nicht das einzige Unternehmen, das die Lebensmittelverschwendung zum Geschäftsmodell mache. Immer mehr Menschen hätten Ideen, wie man gegen die zunehmende Wegwerf-Mentalität vorgehen und gleichzeitig Profit machen könne. (RH)

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