Dänemark schickt Soldaten an die Grenze

Dänische Soldaten eingesetzt für Grenzschutz - Jouwatch Bildmontage
Dänische Soldaten eingesetzt für Grenzschutz - Jouwatch Bildmontage

Um zu verhindern, dass illegale Migranten ins Land kommen, setzt Dänemark seine Entscheidung um, die Grenze zu Deutschland besser zu sichern. Seit gestern sind 160 Soldaten im Einsatz, deutsche Politiker sind wieder einmal empört.

Von Bianca Hoe

Im August berichtete Journalistenwatch über die Entscheidung Dänemarks, Soldaten an der Grenze zu Deutschland einsetzen zu wollen. Am Freitag wurde der Beschluss nun umgesetzt und 160 Soldaten an der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland positioniert. Ihr Auftrag ist es, die Polizei bei den Grenzkontrollen, die Januar 2016 eingeführt wurden, und bei der Überprüfung von Einreisenden zu unterstützen. Die Entscheidung wurde gefällt, um die Belastung der Polizei zu verringern, die überarbeitet und personell unterbesetzt ist.

Zwei Wochen lang wurden 160 dänische Soldaten auf ihre Aufgabe an der Grenze vorbereitet. Seit Freitag sind sie im Einsatz und greifen der Polizei für mindestens drei Monate unter die Arme. Die Soldaten sind zuständig für aktiven Grenzschutz, der Sicherung von jüdischen Einrichtungen sowie der israelischen Botschaft in Kopenhagen.

Es dauerte natürlich nicht lange, bis sich die ersten Pro-Migrations-Politiker diesbezüglich zu Wort meldeten. Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, sprach mit dem dänischen Regierungschef Lars Løkke Rasmussen und beschwerte sich mit dem Wunsch, dass die Grenzkontrollen kein Dauerzustand bleiben, da seiner Meinung nach, „zu Europa auch offene Grenzen gehören“. Der Grünen EU-Politiker Rasmus Andresen war zunächst traurig über die Grenzkontrollen, zeterte dann aber, dass die Kontrollen „unverhältnismäßig seien“. Die Krönung der Unsachlichkeit kam jedoch von der SPD Politikerin Birte Pauls, die als Abgeordnete im Kieler Landtag sitzt und den Beschluss der Dänen einen „absurden Rückgriff in die kleinstaatliche Mottenkiste“ nannte.

Geplant sind die Grenzkontrollen mit Unterstützung der dänischen Soldaten vorerst für drei Monate. Ob darüber hinaus weiter kontrolliert wird, oder ob die Grenzkontrollen weiter verschärft werden, bleibt abzuwarten. (BH)

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