Ohne Kopftuch lernt’s sich besser!

(Symbolbild: JouWatch)
Einzug des muslimischen Kopftuches in Schulen und Gerichtssälen (Symbolbild: JouWatch)

Baden-Württemberg/Tuttlingen – Ein Vater musste seine sieben Jahre alte Tochter auf einer anderen Schule anmelden, um zu verhindern, dass sein Kind von einer strenggläubigen muslimischen Lehrerin mit Kopftuch unterrichtet wird. Die bisherige Schule verwehrte dem Kind einen Wechsel in eine kopftuchfrei beschulte Parallelklasse. Die zuständige Schulbehörde indes stimmte  in einer Eilentscheidung einem Schulbezirkswechsel „innerhalb von 24 Stunden“ zu.

Der Vater sah die gebotene religiöse Neutralität der Schule verletzt und wandte sich mit der Argumentation „der Verletzung dieses Grundrechts“  durch die kopftuchtragende muslimische Lehrkraft an die Schulleitung der Schrotenschule in Tuttlingen sowie an das Staatliche Schulamt in Konstanz.

Die Schule habe ihm sofort Unterlagen für einen Schulbezirkswechsel vorgelegt. Die Schulleiterin Ute Scharre-Grüninger und Konrektor Steffen Müller sei auf die Bitte, dem siebenjährigen Kind einen Schulwechsel zu ersparen und es in eine Parallelklasse zu geben, erst gar nicht eingegangen, so die Kritik des Vaters. Das Schulamt in Konstanz habe in einer Eilentscheidung einem Schulbezirkswechsel „innerhalb von 24 Stunden“ zugestimmt.

Schule ist nicht der Schauplatz, damit die konvertierte Lehrkraft ihre Selbstverwirklichung ausleben kann

Der Vater ist der festen Überzeugung, dass durch die staatliche Grundschulpflicht unsere Kinder durch derartige Darstellungen zwangsgeprägt werden. Alle dort angestellten Lehrkräfte hätten  Vorbildfunktion, auch für eine weitere Entwicklung unserer Kinder. „Das ist nicht der Schauplatz, dass hier Lehrkräfte ihre Selbstverwirklichung sowie jegliche privaten Ambitionen ausleben können“, meint der Vater laut dem Portal „Schwäbische“. An der Schrotenschule verstehe man die Gesetze nicht.

Wie das Portal „Schwäbische“ weiter berichtet, sei an dem Gerüchte, dass die bekopftuchte Lehrerin, eine Konvertitin, im Unterricht Schüler auf Türkisch angesprochen habe, nichts dran, da die  Lehrerin selbst ja ausdrücklich darauf hingewiesen habe, dass an der Schule Deutsch gesprochen werden soll.

Für den Vater der Zweitklässlerin, der mit einer türkischstämmigen Frau verheiratet ist, ist das alles indes nicht zufriedenstellend: „Wir leben nach westlichen Werten und ebenso erziehen wir auch unsere Tochter. Diese sind Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Gleichheit, Individualismus sowie Toleranz.“ Deshalb gehe seine Tochter nun auf eine andere Schule.

Geht der Kopftuchstreit in eine weitere Runde?

Victor Schellinger vom Staatlichen Schulamt in Konstanz berichtet gegenüber dem Portal, dass seine Behörde die Einstellung der Lehrerin mit dem Regierungspräsidium in Freiburg erörtert und so toleriert habe. Der nun vorliegende Fall sei der erster, weswegen seine Behörde wegen „eines Kopftuchs“ angeschriebne worden sei.

Für die Stadt Tuttlingen indes ist nicht die Wahrung der Neutralitätspflicht einer Lehrkraft vorrangig, sonder dass die Bemühungen in Sachen Integration nicht konterkariert werden: „Wir sind Schulträger und nicht fürs Personal zuständig. Wir gehen davon aus, dass an der Schule auf Deutsch unterrichtet wird. Es muss alles getan werden, was der Integration förderlich ist“, so der Tuttlinger Stadtsprecher.

Wie JouWatch berichtete, ist es im grün-schwarz regierten Baden-Württemberg  Laienrichterinnen sei Mai erlaubt, das muslimischen Kopftuches in Gerichtssälen zu tragen. Dafür hatte sich die Grünen stark gemacht.  (SB)

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