Gymnasium streicht aus Terrorangst Fahrten in europäische Metropolen

(Bild: gemeinfrei)
Europas Metropolen: Für Schüler aus Terrorangst gestrichen (Bild: gemeinfrei)

NRW / Steinhagen – Die Schüler am Steinhagener Gymnasium werden dass, was für ihre Mitschüler in vorherigen Jahrgängen noch als selbstverständlich galt, nicht mehr erleben können. Eltern seien aus Angst vor Terroranschlägen nahezu „hysterisch“. Deshalb beschloss die Schulleitung, auf Klassenfahrten in die europäische Metropole zu verzichten.

Auf der Lehrerkonferenz sei unter anderem das Fahrtenprogramm für das kommende Jahr des  Steinhagener Gymnasiums beschlossen worden, so das Haller Kreisblatt. Die, für Vorgängerklassen üblichen Ziele wie London, Paris, Prag oder Wien tauchen darin jedoch nicht mehr auf. Ausgewichen werden soll stattdessen auf kleinere Städte.

Hysterische Eltern und Lehrer

Schulleiter Josef Scheele-von Alven bedauerte laut dem Kreisblatt diese Entscheidung, hält sie aber zumindest zum aktuellen Zeitpunkt für unvermeidbar, zumal sie sich aufgrund der „zurückliegenden Terrorereignisse“ bereits angebahnt habe. Denn eine kleine Gruppe Eltern und Lehrer hätten teils  „hysterisch reagiert“, so die Wertung des Rektors auf die Angst von Eltern, ihre Kinder bei einem der immer häufiger werdenden islamischen Terrorangriffe zu verlieren oder fürs Leben gezeichnet zurück zu bekommen.

Der empathiebefreite Schulleiter gab weiter an, dass aufgrund „teils hochemotionaler Auseinandersetzungen“ über die Sicherheit der Studienfahrten in der Schulgemeinschaft kein Konsens mehr in dieser Frage hinzubekommen sei und stellt sogleich einen irrwitzigen Vergleich auf:  „Die Gefahr, dass einer unserer Schüler durch einen Autounfall ums Leben kommt, ist ungleich größer, als die durch einen Terroranschlag“, so Scheele-von Alven.

Heldenhaft nach London und U-Bahn fahren

Merkels Mantra scheint dem Schuleiter ebenfalls wichtiger als das Wohl der ihm anvertrauen Kinder, da der Pädagoge kritisiert: „Immer ist die Rede davon, wir dürften uns von den Terroristen in unserem Leben nicht einschränken lassen, aber genau das ist längst passiert.“ Als Schulleiter stehe er jedoch in der Verantwortung und müsse jede Fahrt genehmigen.

Privat jedoch hält der tapfere Mann dagegen und teilt mit, dass er selbst in Kürze privat nach London fahren wird. Dort werde er sicherlich auch öffentliche Plätze besuchen und die U-Bahn benutzen. (SB)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...