Ihr könnt Euren Atommüll behalten, liebe Tschechen

(Bild: Screenshot)
Ansagar Mayer tuts leide (Bild: Screenshot)

Medien- und Kommunikationsdirektor des Erzbistums Köln, Ansgar Mayer, möchte nun doch nicht die Sachsen mit Tschechien gegen deren Atommüll tauschen. Er entschuldigt sich für die Beleidigung von Bürgern, die mit 27 Prozent eine politische Kraft gewählt haben, die dem Kirchenfunktionär nicht in den Kram passt.

„Tschechien, wie wär’s: Wir nehmen Euren Atommüll, Ihr nehmt Sachsen?“ So das Angebot von Ansgar Mayer, ‏Direktor für Medien und Kommunikation des Erzbistums Köln, auf Twitter, der meinte, am Sonntag das Wahlergebnis in Deutschland auf Twitter kommentiert zu müssen und de facto ein ganzes deutsches Bundesland verunglimpfte. Ganz offensichtlich passte dem Kirchenfunktionär nicht in den Kram, dass 27 Prozent der sächsischen Bürger sich für die AfD entschieden hatten und somit die angeblich christliche, demokratische Union hinter sich gelassen hatte.

Nun tut es ihm leid. Er entschuldigt sich „bei all jenen, die sich in der Folge in ihren persönlichen Gefühlen – ob als Sachse, Christ oder Wahlbürger – verletzt fühlen“.  Mutmaßlich um seine Stelle als Medien- und Kommunikationsdirektor des Erzbistums Köln besorgt – nach seinem Gezwitscher wurden Kirchenaustritte angekündigt – gab Mayer an, dass der Tweet „in keinem Zusammenhang mit dem Erzbistum Köln“ stehe. Er habe aber der öffentlichen Auseinandersetzung entnommen, „dass diese Trennung zwischen Amt und Person leider nicht möglich“ sei, so Mayer, der wie vieler seiner Sorte davon ausgehen, dass die gesamte Welt an der gerade aktuellen Meinung interessiert sei.

Insofern können die Tschechen vorerst ihren Atommüll behalten. Die will Herr Mayer jetzt doch nicht mehr gegen die Sachsen, die einmal mehr gezeigt haben, was sie vom Establishment halten. (SB)

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