Grüner vs. AfD: Kretschmann und der Bodensatz

Winfried Kretschmann (Bild: JouWatch)

Eine Fragestunde bei einer Regierungspressekonferenz ist etwas Feines. Man fragt einen Politiker etwas – und der sagt einem dann, was er sich so denkt. In dem Fall wurde Winfried Kretschmann befragt.

Von Max Erdinger

Was er denn über die AfD-Wähler denkt, war von Interesse. „Mindestens die Hälfte der AfD-Wähler sollte für die demokratischen Parteien zurückzugewinnen sein, die andere Hälfte ist halt der Bodensatz, den es in jeder Gesellschaft gibt.“, antwortete der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg.

Der Mann muß es wissen. Er war mal kommunistischer Lehrer an einer baden-württembergischen Kosmetikschule, bevor er nach einer Überprüfung im Rahmen des Radikalenerlasses die Startfreigabe für staatliche Gymnasien erhalten hat. Solche Leute sind für ihre Objektivität weltberühmt. Späßchen.

Tatsache ist natürlich etwas anderes. Tatsachen sind oft das genaue Gegenteil von dem, was Grüne behaupten. AfD-Wähler sind liebenswerte Zeitgenossen, quer durch sämtliche Bevölkerungsschichten verteilt – und sie haben eine Partei gewählt, die mit kompetentem Personal brilliert. Der Bodensatz ist also schlau. Warum?

Weil er sich gedacht hat: „Wenn ich schon der Bodensatz bin, zu dumm für alles und asozial bis hinter die Ohren, dann wähle ich doch besser schlaue als dumme Leute, damit sie mich vertreten, oder? Bevor ich Grüne wähle, na hallo, da kann ich mich als Bodensatz ja gleich selber vertreten.“

Bei den Grünen gibt es nämlich einen Haufen schrecklich ungebildeter Leute, die nur deswegen nicht Bodensatz sind, weil Staat und Partei sie säugen wie die Sau ihre Ferkel. Das hat Tradition dort. Joschka Fischer, Claudia Roth, Katrin Göring-Eckardt usw. – was würden diese Leute arbeiten, wenn es die Grünen nicht gäbe? Und wann wäre bei den Grünen jemals Kompetenz vor Gesinnung gegangen?

Woher hat der Grüne Kretschmann überhaupt das Wort „Bodensatz“? Sind das sonst nicht immer die „sozial Benachteiligten“ mit ihrer „fehlenden Teilhabe“ an allem möglichen? Die, die man unter keinen Umständen zurücklassen darf? – Bodensatz?

Zusammenfassend läßt sich also sagen, daß ein vormals kommunistischer Lehrer, heute Grüner, der vom Staat für seine politische Tätigkeit freigestellt worden ist, Bürger dieses Landes zu Bodensatz erklärt, die sich die Freiheit herausgenommen haben, eine Partei zu wählen, deren Führungspersonal weit höher qualifiziert ist als das der Grünen. Das wäre das Eine.

Etwas anderes ist der zulässige Rückschluß auf die Sphären, in welchen Kretschmann sich selbst wähnt. Er, der steueralimentierte Funktionär und Apparatschik par excellence, der mit seinen Überzeugungen materiell auf nichts anderem steht, als dem sehr soliden amtlichen Besoldungsrecht und seinen Pensionsregelungen, erklärt die Risikofreudigen, die Unternehmer, die Selbständigen, die AfD gewählt haben, zu verirrten Schäfchen und Bodensatz. Von den Steuern des Bodensatzes lebt er selbst dabei ganz prächtig.

Wenn ein Lehrer, der Ministerpräsident geworden ist, derartig abgehoben ist, dann ist er als Volksvertreter schlicht nicht mehr tragbar.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, was Wikipedia zum Thema „Bodensatz“ zu schreiben hat. Dieser Hinweis könnte vielleicht belegen, dass Kretschmann nur der viele Rotwein zu Kopf gestiegen ist.

Langsame Trennung des Weins vom Bodensatz (Dekantieren)

Eine Dekantiermaschine zum schonenden Dekantieren

Eine Karaffe mit breitem Boden, damit der Rotwein belüftet wird

Bei Weinen, die in der Flasche einen Bodensatz gebildet haben, hat das Dekantieren die Funktion, den Wein von unerwünschtem Bodensatz („Depot“) und Weinstein zu trennen…

 

 

 

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