Es kommt immer darauf an, wer gerade wen jagt

(Bild: JouWatch)
Lindner jagt Kraft (Bild: JouWatch)

Die Aufregung über Alexander Gaulands Aussage: „Wir werden Frau Merkel jagen“, wird als „aggressive Rhetorik“ gewertet. Als ein etwas kahlstirniger Christian Lindner (FDP) die Regierung von Hannelore Kraft (SPD) durch die Gegend jagen wollte, war es einfach nur still im Blätterwald.

Die AFD setze ihre „aggressive Rhetorik“ nach dem Erfolg bei der Bundestagswahl fort, so der Spiegel über die Aussage des AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland, der am Sonntag ankündigte, Angela Merkel „jagen“ zu wollen.

Doch googelt man etwas in der jüngeren, politischen Weltgeschichte herum, kommt einem ziemlich schnell die Ansage des damals noch etwas kahlstirnigen Christian Lindner (FDP) unter, der 2013 als frischgebackener FDP-Vizevorsitzender der Bundespartei dem Nachrichtenmagazin ein Interview gab.

Auf die Frage, ob er sich auf die Rückkehr nach Berlin vorbereite, antwortete der angeblich liberale Lindner, dass er eine spannende Aufgabe im Düsseldorfer Landtag habe und von Nordrhein-Westfalen, dem größten Bundesland, auch immer Signale in die Bundespolitik ausgehen würden. Lindner – um in der Sprache des Spiegels zu bleiben – setzte seine aggressive Rhetorik fort und sagte: „Wir jagen die Regierung von Hannelore Kraft“.

Als Grund für die eröffnete „Jagd“ gab Lindner an, dass Kraft die Verfassung bei der Staatsverschuldung ebenso breche, wie sie sie bei den Bezügen von Polizeibeamten und Lehrern gebrochen habe.

Nun ja, anscheinend kommt es in den Redaktionsstuben von Spiegel und Co. immer darauf an, wer von wem gejagt wird. (SB)

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