Microchips steuern Besucherströme, VR-Brillen das Vergnügen und sonst?

(Symbolfoto: Durch Sergey Novikov/Shutterstock
Frische Luft, gesunde Kinder

In Berlin findet derzeit die größte Messe Europas für die Freizeitpark- und Vergnügungsindustrie statt und ungefähr 600 Aussteller erwarten mehr als zehntausend Besucher. Der Branchenverband IAAPA freut sich. IAAPA steht für International Association of Amusement Parks and Attractions und prägt sich bestimmt jedem ganz leicht ein.

Die Hersteller präsentieren alles, was das vergnügungshungrige Herz begehrt. Neue Achterbahnen mit Virtual-Reality, Microchip-Systeme für die Besucherstromlenkung und Dekorationsmaterialien.
Laut Handelsblatt meint Jakob Wahl, der Europachef der IAAPA: „Es ist wichtig, dass sich die Parks moderner Technologie nicht verweigern“. Die Firmen rüsten auf.

Ein weltweiter Trend sei Virtual-Reality. Es wird angekündigt, daß der Vergnügungs-Parkbetreiber Merlin Entertainement drei Legoland-Standorte mit VR-Achterbahnen ausstatte. Auch im bayerischen Günzburg trügen dann die Fahrgäste VR-Brilen und würden so in künstliche Welten eintauchen, während sie auf den Gleisen durchgeschüttelt werden. Es käme kaum ein größer Park ohne eine solche Achterbahn aus.

Ein anderes Highlight sei ein kleines elektronisches Armband, mit dessen Hilfe sich die Leute in virtuelle Warteschlangen einreihten und erst dann zur Wasserrutsche gängen, wenn sie auch an der Reihe seien.

Weiter wird berichtet, daß immer öfter die Smartphones der Besucher eingebunden würden. So beispielsweise mit einer App zum Abfeuern von Wasserkanonen oder für ein Handyspiel für den VIP-Zugang in der Geisterbahn.
Die Betreiber triebe die Sorge um, daß die Kunden künftig daheim blieben und sich nur noch im virtuellen Raum bewegten. Deshalb also Angebote, in denen sich die Kunden in beiden Welten bewegen könnten.
Der IAAPA zufolge verkaufen die Parkbetreiber in Europa jedes Jahr mehr als 150 Millionen Tickets. Die mehr als 300 Einrichtungen böten über 50.000 Arbeitsplätze und erwirtschafteten rund fünf Milliarden Euro Umsatz, berichtet das Handelsblatt heiter weiter.

Der Trend gehe in Richtung ständiger Online-Anschluß mit konttinuierlicher Information der Nutzer.
Desweiteren würde das Übernachtungsangebot der Vergnügungsparks ausgebaut. Es heißt, wer eine Übernachtung gebucht hat, käme bei jedem Wetter. Tagesbesucher hingegen blieben häufig zu Hause, wenn es regnete. Tja, die Leute denken noch mit, ob das reicht? (RH)

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