Katalonien wird zum Pulverfass

Foto: Screenshot/Youtube
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Um die Kontrolle über Katalonien zu behalten und Referendum am 1. Oktober zu verhindern, zieht die spanische Regierung alle Register: Polizisten sollen nun die Wahllokale in Katalonien schließen.

Wenige Tage vor dem geplanten Referendum haben spanische Behörden die katalonische Polizei Mossos d’Esquadra beauftragt, die Wahllokale für das Unabhängigkeitsreferendum,  zu schliessen. Falls erforderlich, wurde die Polizei befugt, auch gegen einzelne Wahlhelfer vorzugehen und Wahllokale zu räumen.

Die Polizeieinheiten sollen Wahlurnen, Computer-Equipement, Wahlscheine und Unterlagen beschlagnahmen. Sie sollen auch die Identitäten von Wahlhelfern feststellen.

Ziel der Aktion ist es, die Abstimmung zu verhindern. Ein Sprecher der spanischen Regierung teilte mit, dass die Polizei am Freitag die Wahllokale übernehmen wird und verkündete, „dass kein Referendum am 1.10. über die Unabhängigkeit Kataloniens stattfinden wird“.

Weder der katalanische Innenminister Joaquim Forn noch der Chef der Polizei, Josep Lluís Trapero, wollen sich den Anweisungen beugen: „Wir akzeptieren die Einmischung des spanischen Staates in die Angelegenheiten unserer Polizei nicht“, verkündeten sie.

Die spanische Regierung und das spanischen Verfassungsgericht sieht das Referendum als verfassungswidrig an, was die katalanische Regionalregierung jedoch ignoriert. Sie plant weiterhin, das Referendum am kommenden Sonntag abzuhalten. (BH)

 

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