Großbritannien: Wenn Labour regiert, implodiert die Wirtschaft

Will Großbritannien ruinieren: Jeremy Corbyn (Foto: Wikipedia/ Von Garry Knight - https://www.flickr.com/photos/garryknight/26392896430/, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48525044
Will Großbritannien ruinieren: Jeremy Corbyn (Foto: Wikipedia/ Von Garry Knight - https://www.flickr.com/photos/garryknight/26392896430/, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48525044

Englands größte sozialistische Partei, Labour, trifft Vorbereitungen für einen Amtsantritt und leistet im Zuge dessen schon jetzt ganze Arbeit für den darauf zu erwartenden wirtschaftlichen Abschwung.

Von Bianca Hoe

Am Dienstag verteidigte der Vorsitzende der Labour Partei, Jeremy Corbyn, Finanziminster John McDonnell für seinen Ausspruch: „Wir werden eine radikale Regierung sein … Was ist, wenn die Nachfrage nach dem Pfund rapide ansteigt? Was passiert, wenn Kapitalflucht auftritt?“

Laut McDonnell besteht die Gefahr darin, ins Visier der Wirtschaftsinteressen zu geraten.

Unterstützung bekam Mc Donnell auch von einem anderen Labour-Guru. Paul Mason ist der Ansicht, dass der wirtschaftliche Anstoß wie ein „Stalingrad“ für das Land wäre. Die geschichtlichen Vergleiche der Labour-Politiker, die Wirtschaftsvertreter in der Rolle der „Nazis“ und sich selbst als die „mutigen Soldaten“ der Roten Armee unter Stalin sehen, sagen viel über die heutige Labour Partei.

Es ist die Zeit der Wahrheit und einer neuen Realitätsbetrachtung.

In einer Sache sind sich Corbyn, McDonnell und Mason jedenfalls einig: Wenn Labour an die Macht kommt, wird das einem Paukenschlag gleichkommen, unter dem die britische Wirtschaft zu leiden hat.

Nicht nur, dass ab diesem Zeitpunkt die Verantwortung bei den „bösen Konzernen“ liegen wird, das Problem ist das sture Festhalten am Labour’schen Sozialismus.

Labour fordert nicht nur bedeutende Steuererhöhungen für Unternehmen, Aktiengeschäfte und Einzelpersonen. Unter ihrer Regierung sollen auch die britischen Eisenbahnen, Energieunternehmen und der Postdienst wieder verstaatlicht werden.

Die Labour-Vorsitzenden planen zudem eine enorme Erhöhung der Staatsausgaben, um eine kostenlose Hochschulausbildung zu gewährleisten, mit erweiterten Zugangsberechtigungen, eine nationale Infrastrukturbanken zu schaffen und mehr Beschäftigte im öffentlichen Sektor einzustellen.

Es ist nicht überraschend, dass die Wirtschaft durch diese Vorschläge beunruhigt ist.

Diejenigen, die ein Gefühl für die ökonomische Realität haben, erkennen, dass Labours halsstarriger Sozialismus private Investitionen verdrängen, und, wie McDonnell ergänzt, zu einer großen Kapitalflucht führen würde. Warum sollte schließlich jemand in ein Großbritannien investieren, das nach dem Brexit von der Labour Partei regiert wird, die für hohe Steuern und Regulierungen steht?

Wie können Wirtschaftsbosse einer Partei vertrauen, die den Uber-Fahrdienst verbieten will? Warum sollten Unternehmen unter einer Labour-Regierung in Großbritannien bleiben, wenn fast jede andere Regierung auf der Welt eine Pro-Wirtschafts-Politik betreibt in Zeiten, in denen Kapital so mobil wie nie zuvor ist.

In britischen Medien ist es gerade ein Thema, dass Frankreichs Präsident Macron bereits hart daran arbeitet, entmutigte, multinationale Konzerne raus aus Großbritannien, hinein in die Arme einer neuen prokapitalistischen, französischen Wirtschaft zu ziehen.

Diese wirtschaftlichen Sorgen sind besonders bedeutend, da sie das Kronjuwel der britischen Wirtschaft betreffen: das Finanzzentrum der Stadt London.

Natürlich, wie alle guten Sozialisten, weiß es Labour besser als die Realisten. Sie glauben, dass die Unternehmen sich über den Steuergulag freuen und dass reiche Investoren es genießen werden, Risiken einzugehen, um das gefräßige, sozialistische Programm durchzufüttern. Sie glauben fest daran, genauso wie daran, dass Nicolas Maduros Venezuela ein Zeichen der Hoffnung in der Welt darstellt.

Wenn die nächste Wahl ansteht, und das kann durchaus im nächsten Jahr der Fall sein, bleibt zu hoffen, dass die Briten Labours absurden Wirtschaftskurs erkennen. Falls Zweifel bestehen, brauchen die Briten nur in den Geschichtsbüchern zu blättern. Schließlich basiert die heutige Labour Partei auf denselben Ideologien, welche die britische Wirtschaft 1970 nahe an den Rand des Abgrund brachten und Margaret Thatcher zum Aufstieg verhalfen. Die bei den Gewerkschaften verhasste „Eiserne Lady“ konnte mit ihrem harten Kurs Großbritannien damals davor bewahren, ein Dritte-Welt Land zu werden.

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