Dänemark: Ministerin hat Mohammedkarikatur auf dem iPad

Foto: Von heb@Wikimedia Commons (mail) - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6436139
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Inger Støjberg, Ministerin für Einwanderung und Integration in Dänemark, postete jüngst einen Screenshot von ihrem iPad, auf dem eine Mohammed-Karikatur zu sehen ist. Sie schrieb dazu, dass das ihr iPad Hintergrund sei, der sie an die freie Meinungsäußerung in Dänemark erinnern soll. Die Mohammed-Karikaturen lösten 2007 weltweite Empörung unter Muslimen aus. Mindestens 50 Menschen starben bei Unruhen. Der Zeichner der Karikaturen, Lars Vilks, erhält deswegen noch heute Todes-Drohungen.

Von Bianca Hoe

Inger Støjberg nutzt die satirische Zeichnung Mohammeds, die ihn mit einer Bombe in seinem Turban zeigt, als Hintergrundbild für ihren iPad. Sie erklärte dazu, dass Dänemark ein Land der freien Meinungsäußerung ist, was auch das Recht beinhaltet, Religionen zu kritisieren. Sie wählte das Bild als Antwort auf die Entscheidung eines dänischen Museums, die Zeichnung nicht in einer neuen Ausstellung über „Blasphemie seit der Reformation“ zu zeigen.

„Es ist die Entscheidung des Museums und sie haben natürlich das Recht, selbst zu entscheiden, aber ich denke, es ist eine Schande“, schrieb Inger Støjberg in ihrem Facebook-Post.

„Ehrlich gesagt, denke ich, wir sollten stolz auf die Mohammed-Karikaturen sein“, sagte Støjberg.

Støjberg war im vergangenen Jahr in die Schusslinie geraten, weil sie das sogenannte „Schmuckgesetz“ einführte. In ihm ist festgelegt, dass Flüchtlinge und Migranten Bargeld und Schmuck an die Behörden übergeben müssen. So sollen sie einen Beitrag zur Finanzierung ihres Aufenthalts in Dänemark leisten.

Die Mohammed-Karikaturen vom schwedischen Künstler Lars Vilks wurden im Jahr 2006 in dänischen und schwedischen Zeitungen veröffentlicht. Einige Monate später waren sie der Auslöser für eine globale Entrüstung unter Muslimen, da der Islam keine Darstellungen des Propheten erlaubt.

Drei dänische Botschaften wurden damals angegriffen und mindestens 50 Menschen wurden im darauffolgenden Jahr im Mittleren Osten, Afrika und Asien getötet.

Etwa elf Jahre später wird Lars Vilks wegen der Karikatur noch immer von Muslimen bedroht.

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