ZEIT-Umfrage: Warum haben Sie die AfD gewählt?

Merkel für Aufstieg der AfD selbst verantwortlich (Foto: Jouwatch)

Die ZEIT wollte wissen, warum so viele Wahlberechtigte die AfD gewählt haben. Hier ein paar Antworten:

  1. Von zutzev: „ich betrachte mir die Länder, die eine moslemische Bevölkerungsmehrheit haben und weiss genau, dass ich deren Verhältnisse nicht haben will.“
  2. Von Jackie Treehorn: „Da kann ich als Antwort nur das zitieren, was Jörg Schönenborn gerade in der ARD über die AfD-Anhänger gesagt hat: Sie stimmen mit Angela Merkels Flüchtlingspolitik zu 89% nicht überein und finden sie verfehlt!“
  3. Von John 1946: „Genau, ich habe AfD gewählt, weil ich ein Ende außereuropäischer Einwanderung, insbesondere islamischer Einwanderung will – egal ob man diese Leute nun Flüchtlinge, Asylanten oder Einwanderer nennt. Und weil ich hier im Forum so oft gelöscht werde, wenn ich diese Ansicht vertrete. (Anm.: Schon interessant: Wenn die ZEIT etwas wissen will, dann wird man offensichtlich nicht gelöscht.)
  4. Von urskull: „Gewählt wurde die AfD wegen dem einzigartigen Jahrhundertdesaster, dass uns die „Wir schaffen das“-Kanzlerin aufoktroyiert hat. Eine Preisgabe Deutschlands, pädagogisch erziehend und moralisierend auch noch von den Medien unterstützt.
    Wie sprach schon Gottfried Benn – Deutschland leidet immer noch an dem „hündischen Kriechen seiner Intelligenz“ vor der Politik.“
  5. Von Susi31: „Ich habe die AFD gewählt weil ich endlich wieder eine Opposition im Bundestag haben will. Die Linke hat mich gerade beim Thema Flüchtlingskrise sehr enttäuscht. CDU, SPD, FDP und Grüne sind für micht nicht wählbar da zu ähnlich in ihren Positionen.“
  6. Von I love Giuditta: „Ich habe die AfD gewählt um die CDU an ihre konservative Komponente zu erinnern. Ein Parlament ohne echte Opposition taugt nichts und ruiniert das Land wie man mit der DDR gesehen hat.“
  7. Von Glatzenhasser: “ ( … ) Viele Menschen in Deutschland haben einfach die Nase voll von Gender-Quatsch, PC-Fanatismus und Abschiebungsverhinderungsaktionen bei Schwerkriminellen.“
  8. Von bestrosi1975: „Damit es wieder eine Opposition gibt.“
  9. Von Ferdinand der Katholische: „( … ) Im Sinne einer Balance of Power sind jetzt Nationalkonservative im Bundestag mehr als wünschenswert.“
  10. Von skilldate.de: „Abwendung von Bachelor & Master , hin zum Diplom, Abschaffung von Gender „Wissenschaften“, Stärkung der Selbstständigen, klares Bekenntnis zur eigenen Kultur.“
  11. Von Grölemeier: „weil ich möchte, dass auch spätere Generationen noch in einem säkularen Staat ihre Meinung frei sagen dürfen, weil es zwischen den anderen Parteien keine erkennbaren Unterschiede mehr gibt, sondern wichtige Zukunftsfragen der Beliebigkeit überlassen werden, weil ich mehrfach erleben musste, dass diese Parteien ihre jeweilige Ideologie höher als Recht und Gesetz ansiedeln, z.B. bei der Anwendung des Asylrechts, weil ich die sachlich unzutreffenden und verharmlosenden Nazi-Vorwürfe der Medien und der anderen Parteien an Andersdenkende nicht mehr zu tolerieren bereit bin, weil ich möchte, dass wieder rationale Sachpolitik anstatt emotionaler Moralpolitik gemacht wird.“
  12. Von schelle2015: “ ( … ) Man muss nur die herablassenden, hetzerischen Kommentare der etablierten Parteibonzen zu dieser Wahl hören und weiss: es war richtig, dieser im Elfenbeinturm, fern jeglicher Fühlung zur Bevölkerung erstarrten Apparatschiks, einen Denkzettel par excellence zu verpassen. ( … )“
  13. Von PPSchmidt: „Wegen des deutlichen Versagens der Regierung in der Flüchtlingskrise.“
  14. Von Cityhopper: „Ich habe mir intensiv das Wahlprogramm der AfD auf deren Website durchgelesen, ebenfalls die Artikel dorten. Vieles kann ich unterschreiben, manches nicht. Der Umgang mit der AfD war in weiten Teilen absolut undemokratisch, was mich garantiert nicht bewogen hat, eine dieser „gegnerischen“ Parteien zu wählen.“
  15. Von libriland: „Unglaubwürdige Regierungszahlen, gleichgeschaltete Mainstreampresse, unkontrollierte Migration, überproportional zunehmende Kriminalität durch Einwanderer. Politik für Konzerne und Wohlhabende. Mediales Dauerfeuer gegen die AfD. Und wenn ich mir die Regierungsmannschaft so ansehe finde ich keinen oder keine Einzige, die mir politisch nahestehen würden. Und ich bin jahrzehntelanger CDU-Wähler gewesen.“

Ein starkes Motiv vieler AfD-Wähler war also die Abstrafung der Altparteien. Insofern trifft wohl zu, daß die AfD ihre Stimmen zu einem großen Teil von Protestwählern bekommen hat. Gründe für den Protest gegen die Altparteien gab es wahrhaftig mehr als genug. Es wird also Aufgabe der AfD sein, die Protestwähler von heute im Laufe der nächsten vier Jahre davon zu überzeugen, daß Parteiprogramm und Politik der AfD Gründe genug sind, um die AfD wieder zu wählen. Öffentlich ausgetragenes, innerparteiliches Gezänk kann diesem Ziel nur abträglich sein. (ME)

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