Papst auf Kuschelkurs mit Terrorunterstützern?

Foto: Collage
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Papst Franziskus liefert erneut ein Beispiel grenzenloser Naivität im Umgang mit Islam-Vertretern. Er traf sich vor wenigen Tagen mit dem Generalsekretär der Islamischen Weltliga Dr. Muhammad bin Abdul Karim Al-Issa zum kuscheligen Händeschütteln und Präsente-Tausch.

Von Marilla Slominski

Nach außen tritt die MWL als gemäßigt und tolerant auf. So verkündete Al-Issa im Mai, Kopftuchverbote in westlichen Ländern seien von Muslimen zu akzeptieren. „Wer bleiben will, muss das Kopftuch abnehmen; wer es nicht tut, muss das Land verlassen. Das sagt der Islam“, so Issa zur „FAZ“.

Beim seinem Papstbesuch begrüßte Issa, der einige Jahre das Amt des saudi-arabischen Justizministers bekleidete, die „faire Position“, die der Papst in Hinsicht auf die „falschen Beschuldigungen“ gegen den Islam, er sei extremistisch und gewalttätig, einnehme.

Und so betonten beide Seiten das gemeinsame Interesse an „Frieden, weltweiter Harmonie, und das Eintreten für Frieden, Liebe und gemeinsame Koexistenz“.Nach diesen ganzen sprachlichen Nettigkeiten wurden kleine Präsente überreicht.

Doch Kritiker weisen immer wieder auf enge Verbindungen zu islamischen Terrornetzwerken und deren Finanzierung durch die MWL hin. So gilt die von Saudi-Arabien unterstützte Organisation, als Finanzier von Dschihad-Terror und den 9/11 Anschlägen.

Foto: Screenshot/Youtube
Ein gefährliches Treffen (Foto: Screenshot/Youtube)

Die Islamische Weltliga, die am 18. Mai 1962 in Mekka gegründet wurde, geriet schon mehrfach  ins Visier amerikanischer Anti-Terror Ermittler, die Verbindungen zu Hamas, al-Qaida und anderen Terrorgruppen untersuchen. Nur wenige Wochen nach 9/11 berichtete Evan Thomas in der Newsweek, dass sowohl die Islamische Weltliga als auch die International Islamic Relief Organization (IIOC) – die Hilfsorganisation der Weltliga, von Osama Bin Laden zur Finanzierung der Anschläge genutzt worden waren. Der französische Auslandsnachrichtendienst verzeichnete eine Zahlung von 4,5 Millionen Dollar an Osama bin Laden, die Unter-Organisation gilt seitdem als radikalislamische Finanzorganisation.

In einem Interview mit der NZZ Saïda Keller-Messahli, Präsidentin im Schweizer Forum für einen fortschrittlichen Islam, 2016 zur Islamischen Weltliga: „Es gibt in der Schweiz ein ganzes Netzwerk von radikal orientierten Moscheen. Dahinter steckt die Islamische Weltliga, die junge Imame nach ihrem Sinn ausbildet und dann in die Welt hinausschickt. Das sind eigentliche Wanderprediger, die nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Österreich, Deutschland, Norwegen oder Dänemark ihr Unwesen treiben. Dieses Netzwerk ist eine Drehscheibe für Salafisten. Die Schweizer Behörden machen den großen Fehler, nicht in die Moscheen hineinzuschauen. Das Bild von den bemitleidenswerten Hinterhof-Moscheen stimmt nicht mehr. Derzeit werden für jeweils mehrere Millionen Franken neue Moscheen erstellt, zuletzt in VolketswilNetstal und in Wil SG. Dass diese Beträge von Mitgliedern stammen sollen, ist einfach gelogen. Sie kommen von der Islamischen Weltliga und ihren Organisationen beispielsweise in Genf, mit der klaren Absicht, hierzulande salafistisches Gedankengut zu streuen.“

Die Islamische Weltliga MWL macht auch immer wieder durch antisemitische Propaganda auf sich aufmerksam. So berichtete ihr Journal The Muslim World League, im Mai 2009 in seiner Titelgeschichte über von „Juden gesteuerten“ Medien in den USA. Das Blatt nahm Bezug auf einen Artikel, der von einem der führenden Neo-Nazis der National Alliance verbreitet worden war.

2008 lud die MWL zu ihrer ersten internationalen Konferenz. Redner war unter anderem Yusuf al-Qaradawi, der verkündete, er würde sich nie neben „Juden setzen und niemals mit diesen Juden reden, die Unrecht an Muslimen verüben und Israel unterstützen“.

Gerne wird Mohammad bin Abdul Karim Al-Issa den Gutgläubigen als moderater toleranter Muslim präsentiert. Immer wieder wird er mit der Geschichte zitiert, in der Prophet Mohammed seinem jüdischen Nachbarn einen Krankenbesuch abstattet. Diese einmalige Nettigkeit soll vom islamischen Judenhass ablenken, der nach der Flucht nach Medina mit der Ermordung des berühmten jüdischen Dichter, Kaʿb ibn al-Aschraf, durch Mohammeds Anhänger begann und bis heute nicht endete.

Den Standpunkt Al-Issas, dass alle Gewalt und aller Extremismus nichts mit dem Islam zu tun habe, den er auch im Vatikan wieder einmal zu Gehör brachte, teilen nur wenige der islamischen Gewalttäter, die die Erlaubnis für ihre Taten direkt aus dem Koran ableiten.

So gab der US-Konvertit Alton Alexander Nolen, bei seiner Vernehmung durch das FBI an, „Das ist es, was Allah im Koran gesagt hat.“

Nolen hatte im September 2014 seiner Kollegin Colleen Hufford den Kopf abgeschnitten. Eine weitere Kollegin, Traci Johnson, überlebte den Messerangriff schwer verletzt. Die Frauen hätten ihn „unterdrückt“, gab er als Begründung für seine Tat an.

Als die FBI-Ermittler ihn fragten, ob irgendjemand ihm eingeredet habe, dass es nach seinem Glauben nach erlaubt sei, einen „Unterdrücker“ zu enthaupten, antwortete Nolen: „Aber nein, ich habe den Koran gelesen. Ich sage immer, der Koran ist leicht zu verstehen. Niemand leitet mich an, außer Allah.“

Von solchen Ungereimtheiten will der Papst nichts wissen. Er verkündet seinen Schäfchen weiter mit fest verschlossenen Augen und Ohren das Märchen vom friedlichen Islam und dem friedlichen Zusammenleben von Islam und Christentum.

 

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