Merkels 4. Amtszeit bringt den Euro zum Beben

Foto: Durch Mopic/Shutterstock
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Der Euro sowie die Börse zitterten am Montag, als bekannt wurde, dass Angela Merkel zu einer vierten Amtszeit gewählt wurde, da sie mit einem gespaltenen Parlament vor einem Scherbenhaufen steht. Mit der Aussicht, dass Koalitionsgespräche vermutlich Monate dauern werden, reagierten Anleger genervt, da sie fürchten, dass dadurch die Austrittsverhandlungen der Briten mit der EU in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.

Auch in Neuseeland schwächte die politische Ungewissheit vor kurzem  den neuseeländischen Dollar, da die „National Partei“ zwar mit den meisten Stimmen gewählt wurde, jedoch nicht in der Lage war, mittels Koalition eine Mehrheit im Parlament zu bilden.
„Merkels wichtigste Aufgabe ist es jetzt, Europa wieder näher zusammen zu bringen. Eine neue Koalition zu bilden wird extrem schwer und zeitaufwendig für sie werden,“, sagte Oliver Krakau, Chefredakteur bei Oxford Economics.
Der Euro stieg minimal um 0,3 Prozent auf 1.1918 US-Dollar, wobei mehr Abstand zum 2 1/2 Jahres-Hoch von 1.2092 $ am 8. September erreicht wurde, als nach einem politischen Treffen der Europäischen Zentralbank.
Die Aktienmärkte in der Eurozone gingen um 0,3 Prozent zurück, in Asien sogar um 0,8 %, da man sich um die Gesundheit der Wirtschaft in China, als zweitgrößter Wirtschaftsmarkt in Asien, sorgt.
Die Anlegerstimmung wurde auch durch Bedenken beeinflusst, dass Chinas aufgestockter Umweltschutz die Nachfrage und damit das Wirtschaftswachstum reduzieren könnte.

Investoren kauften während der Wahl Deutsche Staatsanleihen – da sie Deutschland als eine der sichersten in der Eurozone ansehen – und verkauften diese Anleihen später günstig an Portugal, Spanien und Italien. Insgesamt waren die Marktbewegungen jedoch ziemlich gering, und einige Analysten sagten, dass die Anleger das Ergebnis der Wahl als Ausrede nutzten, um den Euro zu verkaufen, was sie bis zur Wahl verschoben hatten.

Anleger bereiten sich auf unterschiedlich Szenarien vor und letztlich liegt es an der politischen Lage, wie sich das Verhalten ändern wird. Nach der Wahl von Merkel stieg das britische Pfund stieg um 0,3 Prozent auf 1.3541 $ und sprang damit zurück auf den Wert vom letzten Freitag, wo die Rating Agentur Moodys die Bonität herabgestuft hatte. Der US-Dollar stieg um 0,2 Prozent auf 92.397 $. Es bleibt interessant zu sehen, wie sich der Euro weiter entwickelt. (BH)

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