Mach’s gut, Frauke!

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Bald viel Zeit zum "schreiben"? (Foto: JouWatch)

Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Frauke Petry ist in der Partei so gut wie isoliert. Nach ihrem unrühmlichen Abgang sind die Reaktionen von daher nur verständlich. Die dts-Nachrichtenagentur vermeldet:

AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland ist skeptisch, ob die Entscheidung von Frauke Petry, der AfD-Bundestagsfraktion nicht angehören zu wollen, „nur ein Verlust“ sei. „Ich habe mich im Wahlkampf nicht gut unterstützt gefühlt von Frau Petry“, sagte er dem Sender „Phoenix“. „Frau Weidel und ich haben eine Menge Termine übernommen, die sie plötzlich abgesagt hat. Und dass man das Spitzenteam drei Tage vor der Wahlentscheidung in der `Leipziger Volkszeitung` angreift, macht die Sache noch schlechter.“ Auf die Frage, ob Frauke Petry in ihrer Funktion als Parteivorsitzende von nun an der Vergangenheit angehöre, antwortete Gauland: „Das weiß ich nicht. Das muss der Parteitag bestimmen. Und der tagt irgendwann Ende November, Anfang Dezember.“

Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen hat die Ko-Vorsitzende Frauke Petry am Montag aufgefordert, ihr Parteiamt niederzulegen und aus der AfD auszutreten. „Ich würde Frau Petry empfehlen – nach dem, was sie heute getan hat – die Konsequenz zu ziehen und die Partei zu verlassen und ihr Parteiamt niederzulegen“, sagte Meuthen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstagsausgabe). Mit diesem Schritt könne Petry „ein mögliches Parteiausschlussverfahren verkürzen, wie es manche in der Partei nun fordern“.

Meuthen sagte, er vermute, dass Petry versuchen werde, eine eigene Fraktion zu gründen. Er glaube aber nicht, dass ihr dies gelingen werde. Über die an diesem Dienstag beginnende Fraktionsarbeit sagte Meuthen: „Es gibt am Anfang einer Fraktionsarbeit immer auch Häutungen. Und in diesem Findungsprozess gibt es Reibungen. Das ist letztlich unvermeidbar“. Über die Zusammenarbeit mit Petry sagte er: „Es war nicht immer leicht, mit Frau Petry zusammenzuarbeiten – aufgrund ihrer ausgeprägt machtpolitischen Attitüde. Sie hat mit ihrer Weigerung, in die Fraktion einzutreten, exemplarisch gezeigt, dass sie keine Teamplayerin ist. In einer Partei muss man aber bereit sein, sich selbst zurückzunehmen. Das hat mit Frau Petry nicht immer gut geklappt.“

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