Kairo: Auftrittsverbot wegen Regenbogenfahne

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Unter der Scharia wird auch der Regenbogen abgeschafft (Durch lazyllama/Shutterstock)

Bei einem Auftritt der wohl bekanntesten Rockband des Nahen Ostens in Kairo, wurden im Publikum Regenbogenfahnen gezeigt. Eindeutig zu viel Toleranz für das islamische Ägypten.

Sofort entbrannte unter den Korangläubigen des Landes eine wütende Debatte in den Medien und sozialen Netzwerken. Tausende kommentierten das Ereignis mit Beschimpfungen und Todesdrohungen gegen Schwule.

Nun droht der libanesischen Indie-Rock Gruppe Mashrou Leila laut dem ägyptischen Verband für Musiker das Auftrittsverbot.

„Ich hatte gestern ein Treffen mit dem Verband und wir haben uns entschieden, alle Genehmigungen zurückzuziehen, die Mashrou Leila erlaubten, Konzerte in Ägypten zu spielen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Musikerverbandes, Reda Ragab, gegenüber dpa.

Die Band mit ihrem schwulen Sänger Hamed Sinno tritt auch regelmäßig in Europa und den USA auf. In der islamischen Welt schlägt ihr regelrechter Hass entgegen.

Auch in Jordanien gilt für Mashrou Leila ein Auftrittsverbot. (MS)

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