Höcke und Petry

Kommt immer mit zwei blauen Augen daher - und auch davon: Björn Höcke (Foto: Metropolico/Jouwatch)

Er ist jünger als ich, er sieht besser aus und er spricht anständiger als ich über Schande und Denkmale respektive Denkmäler für einfach Gestrickte. Das könnte schon mein ganzes Statement sein, wenn ich nicht wüßte, daß es einige nicht schnackeln. Nicht schnackseln, das ist eine andere Welt. Obwohl, in der Welt der Sprache lebt oder ist man immer ein Fremder. Zum Schnackeln zurück.
Mein Vater ist Jahrgang 34 und erfreut mich noch heute mit seiner charmanten und klugen Lebenslust. Er benennt die Dinge, uns, seine Familie, seine Erfahrungen und alles andere um ihn herum immer gerne konkret. Sein Augenzwinkern können wir förmlich hören. Diese Fähigkeit geht vielen heute in einer Art und Weise ab, daß ich niemals so gelassen wie Höcke ein Deutschlandfähnchen in einer von Journaille betriebenen TV-Show ausrollen könnte. Ich würde die Fahne eher nehmen und sie dem Moderator um die Ohren hauen. Lassen wir das.
Höcke oder Petry? Jetzt zum Eingemachten. Der Höcke ist, was man sieht, auch was man von ihm zu hören bekommt. Ein feiner Mensch mit Anstand und Vaterlandliebe und Sprachwitz. Die hübsche Frau Doktor ist anders. Ihr fehlt gleichsam etwas von dem, was ich an Höcke mag. Gewiß, sie ist eloquent, zielstrebig, machtbewußt, nett und egoistisch. Alles hervorragende Eigenschaften, um jetzt eine eigene Fraktion zu gründen. Da ich Teamwork zu schätzen weiß, verstehe ich ihre Entscheidung gut. Es soll ja Menschen geben, die spielen lieber alleine.
Mehr gibt es nicht zu sagen. Es kann nur einen geben. Heißt es. Nicht eine. (RH)

Wandere aus, solange es noch geht!
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