Nazis im Parlament? Nicht bei der AFD.

Foto: Durch JONATHAN PLEDGER/Shutterstock
Hier wird gerade ein Nazi ausgeguckt (Foto: Durch JONATHAN PLEDGER/Shutterstock)

Nazis im Bundestag. Auch in der Elefantenrunde mal wieder. Was für ein Fake. Die AFD ist die erste Partei im Bundestag, die keine Nazis in ihrer Ahnenreihe hat.

Von Volker Kleinophorst

Sie haben es gehört. Bald sitzen wieder „echte Nazis“ im Parlament. Das erste Mal seit 1945. Grünen-Beta-Männchen Özdemir, Superpolitiker Gabriel, aber auch andere tun sich hervor. Was bewegt sie zu einer solch dreisten Lüge? Im Bundestag gab es jede Menge Nazis und sie sind bis ganz nach oben in die Ministerränge gekommen. Einige dürfte Gabriel sogar noch persönlich gekannt haben. Und es ist wirklich nicht schwer, das heraus zu finden.

Man muss nur ein wenig googlen und schon hat man die Wikipedia-Seite Liste ehemaliger NSDAP-Mitglieder, die nach Mai 1945 noch politisch tätig waren. Von bedauerlichen Einzelfällen kann da jedenfalls nicht die Rede sein.

An Hans Filbinger (CDU), der es mit seiner Vergangenheit als Marinerichter zum Ministerpräsidenten gebracht hat, Bundespräsident Karl Carstens (CDU) und Kurt Georg Kiesinger (CDU), für den es sogar zum Kanzler gereicht hat, wird man sich noch erinnern. Ein Ewald Bucher (FDP) war Minister der Justiz und Wohnungsbauminister heute wohl eher vergessen.

CDU, CSU und die FDP waren nach dem Krieg die Parteien der Wahl für Ex-Nazis. Hans Dietrich Genschman war NSDAP-Mitglied. Der Naumann-Kreis, ein Neo-Nazi-Netzwerk um Werner Naumann, dem letzten Staatssekretär von Josef Goebbels, versuchte in den frühen 50ern gar die FDP zu unterwandern

Aber auch die SPD hatte jede Menge ehemalige Parteimitglieder in ihren Reihen. Bekannt: Horst Ehmke, Justizminister und Chef des Kanzleramtes, Erhard Eppler, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Karl Schiller

Super-Minister (Finanzen/Wirtschaft).

Die SED voller ehemaliger Nazis, natürlich alles Antifaschisten. Werner Schmieder war Finanzminister der DDR. SS-Mitglied Hans-Jürgen Weitz brachte es zum Botschafter und war führender Mitarbeiter im DDR-Außenministerium.

Selbst die Grünen tauchen in der Liste, die auf eine Anfrage der Partei „Die Linke“ zurückgeht, auf. Reinhard Brückner saß für sie im hessischen Landtag. Dann war da noch Baldur Springmann, zum Beispiel, der braune Öko-Bauer. Oder August Haußleiter, der eine Weile mit den Nazis sympathisierte. Und nicht zu vergessen: Luise Rinser, die von den Grünen 1984 für das Amt des Bundespräsidenten nominiert wurde, eine alte Nazisse, die ihre Biografie gefälscht hatte.

Österreich ist klar, oder? Waldheim war nicht allein.

Die größte Ex-Nazi-Karriere legte allerdings ein Bernhard zu Lippe-Biesterfeld, Parteimitglied seit 1936 und Angehöriger der Reiter-SS, hin. Er heiratete Juliana von Oranien-Nassau wurde Prinz der Niederlande. Er gilt übrigens als der Gründer der Bilderberg-Konferenz, die also auch nicht Nazifrei ist.

ALLE PARTEIEN in Deutschland und Österreich hatten Nazis in ihren Reihen.

Nur die AFD nicht. Die taucht jedenfalls in der Liste nicht auf.

Aber ob in der AFD überhaupt Nazis sitzen, ist bei solchen zusammengelogenen Diffamierungen ja eh egal. Wird schon was hängen bleiben.

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