CSU stürzt in Bayern um über 10% ab

Horst Seehofer (Bild: shtutterstock.com)
Horst Seehofer (Bild: shtutterstock.com)

Tiefstrekord für die CSU und SPD, die AfD zum ersten Mal im Bundestag: Auch in Bayern gab es nur bei den kleinen Parteien am Sonntag etwas zu feiern.

Nach den ersten Hochrechungen um 18:30 h kam die CSU in Bayern auf 38,5% (2013: 49,3%), die SPD auf 15%, die AfD auf 12,5%, die FDP auf 10%, die Grünen auf  10,5% und die Linken auf 6,5%. Er war bei weitem das schlechteste Wahlergebnis für die CSU in einer Bundestagswahl seit 1949. Das schlechteste CSU-Ergebnis in Bayern war bisher 2009 bei 42,5%. Damit rückt die absolute Mehrheit für Horst Seehofer auch bei der Landtagswahl im Herbst 2018 in weite Ferne.

Erwin Huber sagte dazu im CSU-Hauptquartier in München, „ein Landtagswahl läuft erfahrungsgemäß ganz anders, aber wir haben auf jeden Fall einen starken neuen Mitbewerber dazugewonnen.“ Huber kritisierte den Ansatz der CSU, erst gegen Merkel und dann für sie zu sein, und sich inhaltlich zu wenig mit der AfD auseinandergesetzt zu haben – eine deutlische Klatsche für Horst Seehofer, der als Platzlöwe bei der CSU künftig wohl zur Disposition steht.

Seehofer nannte das Ergebnis „ein herbe Enttäuschung“: „Wir haben eine offene Flanke auf der rechten Seite gehabt, und nun geht es darum, diese Flanke zu schließen.“ Seehofer versprach, seinen „Bayernplan“ in Berlin durchzusetzen, der auch die Forderung nach einer Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen im Jahr beinhaltet.

Florian Pronold der Bayern-SPD sagte in Berlin, „Das ist eine schwere Niederlage für die SPD. Über Konsequenzen müssen wir jetzt nachdenken, aber ich denke die Konsequenzen werden nicht personeller Natur (bezüglich Martin Schulz) sein, sondern dass wir in im Bundestag in die Opposition gehen.“

AfD-Bayern Chef Petr Bystron plant mit seiner neuen Truppe jetzt den Umzug nach Berlin. Der anerkannte tschechische Asylbewerber sagte in München, „Das ist natürlich ein Top-Ergebnis. Der ehemalige Chefredakteur der Bild-Zeitung Peter Bartels sagte einmal, 10% in Bayern ist so wie 30% in NRW. Die Altparteien haben jetzt die Quittung für ihre schlechte Politik bekommen.. Wir haben gehofft, dass wir auch in Bayern ein zweistelliges Ergebnis bekommen, und das gibt uns natürlich auch Rückenwind für die Landtagswahl. Wir werden vom Bundestag aus mit unseren Ressourcen die Landtagskandidaten unterstützen.“

 

 

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