Morgen wählen? Was denn sonst?

Foto: Collage
Die Kanzlerin und ihre Schattin (Foto: Collage)

„Laut einem letzten Insa-Meinungstrend vor der Bundestagswahl verlieren die Unionsparteien und die SPD an Zustimmung. Wie die Bild-Zeitung berichtet, kommen CDU/CSU auf 34 Prozent, das sind zwei Prozentpunkte weniger. Die SPD verliert demnach einen Prozentpunkt und kann mit 21 Prozent rechnen. Linke (elf Prozent) und FDP (neun Prozent) halten ihre Ergebnisse vom vergangenen Wochenende.“
So heißt es in den Deutschen Wirtschaftsnachrichten.
Und weiter: „Die AfD gewinnt laut dem Meinungsforschungsinstitut Insa zwei Punkte hinzu und kommt auf 13 Prozent, die Grünen legen einen Punkt auf acht Prozent zu.“ Man vermißt unwillkürlich das kleine Wörtchen „leider“.

Tatsächlich verweist das Magazin aber doch auf die zunehmende Proteststimmung, nicht zuletzt auch bei der Kundgebung in München mit Merkel und ihrer Dackel-CSU. „Als Angela Merkel ans Mikrophon tritt, knackt es auf einmal im Lautsprecher. Der Mann am Mischpult dreht gerade kräftig die Lautstärke hoch – die Begrüßung Merkels durch CSU-Chef Horst Seehofer kurz davor war kaum zu hören. Doch das Ausreizen der Verstärkeranlage hilft nur bedingt: Pfiffe, wütendes Brüllen, Hau-Ab-Rufe sind während Merkels Wahlkampf-Abschlussrede auf dem Münchner Marienplatz so laut wie die Kanzlerinnen-Worte aus dem Lautsprecher.“

Den viralen Charakter dieses Pfeifkonzertes begreift das Blatt jedoch noch nicht.
In bekannter Manier wird das Protokoll der Veranstaltung abgearbeitet. Man spricht von Merkel-Gegnern wie von Exoten von einem anderen Stern. „Vor der Bühne stehen weiträumig Absperrgitter. Offiziell der Bereich für geladene Gäste wie Abgeordnete – doch die kommen kaum, in diesem Bereich gibt es viel Platz. Dahinter drängen sich die Menschen hinter weiteren Absperrgittern – überwiegend Merkel-Unterstützer, doch gegen die aggressiven Merkel-Gegner kommen sie kaum an.“

Dann bedankt sich Merkel, laut DWN: „angesichts derer, die hier so schön schreien“, bei der Polizei.
Also alles in allem so wie immer. Merkel läßt sich scheinbar nicht beirren oder sollte ich anscheinend sagen?

Es gibt also Absperrgitter, Pfeifkonzerte und Hau-ab-Rufe. Der Protest ist nun wirklich nicht zu übersehen und zu überhören. Merkel wiederholt meisterhaft ihre Phrasen. Zum Beispiel: „Was 2015 war, das darf, das soll, das wird sich nicht wiederholen.“ Oder: „Ich bin der festen Überzeugung, dass in der Mitte unserer Gesellschaft die große Kraft dieser Gesellschaft liegt.“
Schon vor irgendwelchen Koalitionsverhandlungen liegt der übliche Diskussionsmüll herum: Merkel habe die Garantie gegeben, daß keine Obergrenze kommt – Seehofer garantiere hingegen, daß eine Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen kommt.

Natürlich versprach sich Seehofer von dieser Veranstaltung Rückenwind und muß nun befürchten, „dass die AfD auch in Bayern zur festen Größe wird und der CSU ihre konservativen Wähler und damit die absolute Mehrheit abtrotzt.“

Ja, Befürchtungen, in der Wahl morgen unterzugehen, gibt es derzeit allerorten. Hoffen wir, daß sie wahr werden.(RH)

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