Ein NGO-Schlepper weniger: Besatzung der „Minden“ bricht Mission ab

(Foto: Jouwatch)
Schlepperei (Foto: Jouwatch)

Die private Organisation „LifeBoat“ schleppte mit ihrem Kreuzer „Minden“ nach eigenen Angaben rund 11.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa. Nun gaben die NGO-Schlepper bekannt, ihre Aktion einzustellen, da sie „kein Risiko“ eingehen wollen.

Rund 11.000 Menschen habe man im vergangenen Jahr mit dem Kreuzer „Minden“ zunächst vor der griechischen Küste, später dann zwischen Malta und Libyen aufgenommen und nach Europa gebracht, so die Angaben der privaten Organisation „LifeBoat“.

„Wir wollen das Risiko nicht eingehen, dass die ‚Minden‘ beschlagnahmt wird“, so der Sprecher der NGO-Schlepperei gegenüber dem NDR. Der Verein hatte sich, wie die NGO „Ärzte ohne Grenzen“ geweigert, den Verhaltenscodex der italienischen Regierung zu unterschreiben.

Kein Risiko eingehen

Auf der Homepage von „LifeBoat“ ist aktuell zu lesen:

„Liebe Unterstützer des LifeBoat Projektes,
  
Wir mussten leider bis auf weiteres die Rettung auf See einstellen. 
 
Den neuen NGO Kodex nehmen wir sehr ernst und möchten hier weder für die Crew noch für das Schiff unnötige Risiken eingehen. Bis geklärt ist, welche Rechtslage hier maßgebend ist, werden wir weiter beobachten und sind vorerst auf „stand by“.
 
Wir danken nochmals ganz herzlich allen, die sich mit Rat und Tat für dieses Gemeinschaftsprojekt stark gemacht haben.
 
Euer LifeBoat Team“

Nun befürchte man, dass es einem ergehen könnte, wie den NGO-Schleppern des Berliner Vereins „Jugend Rettet“ dessen Schlepperkahn „luventa“ von den italienische Behörden beschlagnahmt wurde und stellt die Schlepperei momentan ein.

 „Aquarius“ und „OPEN ARMS“ wieder im Schleppergebiet aktiv

Jedoch scheinen die beiden NGO-Schlepperboote „Aquarius“ und „OPEN ARMS“ nach längerer Zeit wieder aktiv und ins Schleppergebiet unterweg zu sein. (SB)

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