Demokratie? Klare Worte aus Polen

Foto: Durch Henner Damke/Shutterstock
In Polen weht noch der Wind der Freiheit (Foto: Durch Henner Damke/Shutterstock)

Auf den Westen brauchen wir nicht mehr hoffen. Wir werden nicht aus England gerettet, nicht aus Frankreich, nicht aus Spanien. Womöglich aber aus dem Osten? Zumindest ist man dort noch wach gegenüber Brüssel und Islamisierung, gegenüber kommunistischen Bedrohungen und „liberalen“ Verlockungen. In Polen gab es noch keinen Terroranschlag von Islamisten. Wieso? Weil man eine restriktive Zuwanderungspolitik sein eigen nennt! Weil man christlich und patriotisch ist, weil man Gefahren jeder Art emsig bekämpft.

Der polnische Politiker und Philosoph Ryszard Legutko hat Teil an dieser polnischen Erfolgsgeschichte. Für die konservative Partei PiS sitzt er im Europaparlament, in Krakau lehrt an der Universität junge Menschen europäische Geistesgeschichte. Diese geballte Kompetenz aus Theorie und Praxis hat nun ein Buch vorgelegt, das es in sich hat: „Der Dämon der Demokratie“ untersucht „Totalitäre Strömungen in liberalen Gesellschaften“.

Motiviert wurde Legutko durch enttäuschende Gesprächspartner aus Westeuropa. Er merkte, dass Liberale jeder Partei immer wieder tolerant gegenüber totalitären Ideologien wie dem Kommunismus waren. Im Kommunismus waren alle gleichgeschaltet. Wer in ihm gelebt hat, musste den Herrschenden gehorchen, er musste das tun, was von ihm erwartet wurde, er durfte keine Meinung haben, die abweicht. Das war vorbei 1990. Doch dann merkte Legutko: Ja, vorbei. Aber wieder da. Unter anderen Vorzeichen, liberaldemokratischen EU-Vorzeichen!

Was Legutko nun vorlegt, hat gewaltige Sprengkraft in sich. Es ist die erste systematische Analyse des Zusammenhangs zwischen Kommunismus und Brüssel-Liberalismus, zwischen UdSSR und EUSSR. Seine These: Die europäische Elite ist wie damals die Moskauer Elite. Heute aber gibt es ein anderes Menschheitsprojekt als die „klassenlose Gesellschaft“. Heute gibt es Massenzuwanderung und Islamisierung als Schritte zur offenen Gesellschaft.

Der polnische Politiker-Philosoph warnt vor solchen Experimenten. Europa ist bedroht durch diese Überfremdung. Zugleich ist Europa bedroht durch die Zerstörung des Nationalstaats. Denn ihm werden immer mehr Rechte entzogen. Gleichzeitig erhält die Bürokratie in Brüssel (wie früher in Moskau!) immer mehr Narrenfreiheiten und kann agieren, wie sie will.

Legutko ist kein Schreihals. Er will den Vergleich Kommunismus/Liberalismus nicht so betreiben, dass am Ende alles gleich. Er setzt die Massenmörder von damals nicht mit den Brüsseler Antidemokraten von heute gleich. Was er aber betont ist die gemeinsame Stoßrichtung der beiden Ideologien. Er warnt davor, dass man glaubt, man könne Gesellschaften vollständig umstrukturieren, ohne dabei Verbrechen zu begehen. Er warnt vor dem Verfall sozialer, moralischer und kultureller Regeln. Er warnt vor dem Untergang Europas, herbeigeführt durch Politiker, die sich in humanitäre Gewänder kleiden – wie damals die Kommunisten.

Legutkos Analyse ist tiefschürfend, christlich, konservativ – radikal im Sinne des Wortes als „an die Wurzel gehend“. Die Wurzeln von Liberalismus und Kommunismus untersucht der Autor brillant. Die Gemeinsamkeiten, die er entdeckt, erstaunen. Aber wie damals, als er im Untergrund gegen die Kommunisten ankämpfte, kämpft er heute wieder an: Gegen die EU und ihre freiheitsfeindlichen Experimente. Eine Wohltat, das dieses Buch auf Deutsch erschienen ist!

Bestellinformation:

Ryszard Legutko: „Der Dämon der Demokratie. Totalitäre Strömungen in liberalen Gesellschaften“ (23 €)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...