Springers WELT verbietet AfD!

Foto: Collage
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Nur noch wenige Stunden bis zur Schicksals-Wahl Deutschlands. Und das große Schlottern hat begonnen. Bei den etablierten Parteien, bei den doch angeblich so staatsfernen Rundfunkanstalten und in den Chefetagen der sogenannten „Qualitätsmedien“. Die Angst geht um, dass die neue konservative Kraft in Deutschlands Parteienlandschaft, die AfD, deutlich mehr als zehn Prozent der Wählerstimmen bei der Bundestagswahl am Sonntag erringen könnte.

Von Bernd Nohse

Um das zu verhindern, ist den „Gutmedien“ bald jedes Mittel recht. Da werden in unzulässiger Verdachtsberichterstattung Gerüchte gestreut, um das Führungspersonal der AfD schlecht aussehen zu lassen. Pünktlich kurz vor dem Urnen-Gang raunen die Schreiberlinge über schwarz bezahlte Haushaltshilfen der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel, graben alte Emails zweifelhafter Herkunft aus.

Da will selbst die Anzeigenabteilung von Axel Springer nicht zurückstehen. Obwohl der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner gerade erst beim Verlegerverband in Stuttgart markig erklärt hatte, dass es „vor allem seriöse Informationsquellen wie unsere Zeitungen sind, die mit ihrer Professionalität und Vielfalt einen wesentlichen Beitrag zu Freiheitlichkeit und Demokratie unserer Gesellschaft leisten.“ Trotzdem lehnte ausgerechnet Springers WELT (Motto: die Welt gehört denen, die neu denken) in diese Woche ab, eine Stellenausschreibung der AfD als bezahlte (!!) Anzeige bundesweit abzudrucken.

Mit dieser Begründung: Die WELT druckt aus grundsätzlichen Erwägungen keine Anzeige der Partei Alternative für Deutschland, wie eine Frau Theresia Maas-Jakobs dem AfD-Fraktionsgeschäftsführer im Kieler Landtag, Andreas Stuth, mitteilte. Wahrscheinlich glaubt man im Hause Springer schon, dass solch eine Stellenanzeige „Wissenschaftlicher Mitarbeiter gesucht“ die freiheitlich-demokratische Grundordnung ins Taumeln versetzt.

Natürlich steht es einem Verlag frei, eine Anzeige anzunehmen oder abzulehnen. Doch im konkreten Fall muss die Situation anders beurteilt werden. Zumal es keinerlei Berührungsängste mit Anzeigen von offensichtlich genehmen Parteien gibt. Springers BILD (Motto: unabhängig, überparteilich), und meist an Merkels Seite, veröffentlicht heute viertelseitige Anzeigen von SPD und CDU. Einer zur Bundestagswahl zugelassenen Partei, die immerhin schon in 13 von 16 deutschen Landtagen vertreten ist, ein Anzeigenverbot zu erteilen, ist weder überparteilich, noch zeugt es von neuem Denken. Es ist einfach nur frech bis unverschämt und manipulativ.

Glücklicherweise gehen viele Wähler diesen Meinungsmachern und Oberlehrern nicht auf den Leim. Ganz im Gegenteil. Das ständige AfD-Bashing beflügelt offenbar die Anhänger. In der letzten Umfrage des „ZDF-Politik-Barometers ist die AfD die einzige Partei, die kurz vor der Wahl ihre Werte noch einmal verbessern kann. Auf jetzt elf Prozent. Damit wäre sie die drittstärkste Fraktion im Bundestag. CDU/CSU (36%), Grüne (8%) und FDP (10%) treten auf der Stelle oder verlieren: SPD (21,5%), Linke (8,5%). Und das Meinungsforschungsinstitut YouGov sieht die AfD jetzt schon bei zwölf Prozent.

Bei  INSA-Meinungstrend  sprang die AfD sogar um 2 Punkte auf 13 Prozent !! Die CDU sackte um 2 auf  34 Prozent. Und die SPD von „Goldjunge“ Martin Schulz plumpste auf 21 Prozent…

 

 

 

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