Nestlé und Unilever – Die Müllmagnaten

Foto: Durch Fotos593/Shutterstock
Die Spur der Großkonzerne (Foto: Durch Fotos593/Shutterstock)

Die Verschmutzung unseres Lebensraumes, auch Umweltverschmutzung genannt, ist ein ständig größer werdendes Problem. Nicht überall sticht es so ins Auge, wie zum Beispiel an den Stränden vor Manila. Dort wurden jetzt von Greenpeace-Mitarbeitern an einem Tag Zentner von Plastikmüll beseitigt. Am nächsten Tag war wieder nur Müll zu sehen, kaum Sand. Inzwischen befänden sich laut Greenpeace etwas 150 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen.

Eine Untersuchung von über 54.000 Plastikteilchen hat nun ergeben, daß die internationalen Firmen wie Nestlé, Unilever und Procter & Gamble zu den Müll-Magnaten gehören. Etwa 17 Prozent lassen sich Nestlé zuordnen, 10 Prozent Unilever. Es sind vorwiegend Kleinstpackungen von Kaffee-, Zahncreme- oder Seifen-Tagesportionen. Sie machen den Großteil des Mülls aus.

Es sei ein typisches Problem in sogenannten Schwellenländern, daß sich das Konsumverhalten ihrer Bewohner deutlich ändert, erklärt ein Greenpeace-Mitarbeiter. Er ist überdies der Meinung, daß prächtig verdienende Konzerne das Problem der wachsenden Müllberge nicht den Verbrauchern oder den Kommunen zuschustern dürfen. Die Menschen haben nicht genug Geld für Vorratspackungen von teurem Kaffee oder Seife.

„Zum einen bereichern sich die Großkonzerne so auf Kosten der Armen, weil bezogen auf die Menge die Tagesportion meist teurer ist als eine große Packung.“ In den Entwicklungsregionen gibt es zudem kein geregeltes und umweltschonendes Abfallentsorgungssystem. Es gibt offene Deponien und von dort gelangt der Plastikmüll in Flüsse und Meer. Die Konzerne sind gefordert, dafür zu sorgen, dem Müll Einhalt zu gebieten. Andere Interessen formulieren die Lobbygruppen doch auch.(RH)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.