Nestlé – Markenzeichen des Bösen?

Auch in Brasilien unterwegs (Foto: Von Ricardo Stuckert/PR - Agência Brasil [1], CC BY 3.0 br, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1657245
Auch in Brasilien unterwegs (Foto: Von Ricardo Stuckert/PR - Agência Brasil [1], CC BY 3.0 br, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1657245

Schon einmal habe ich über Nestlé geschrieben. Das ist einfach eine Firma, werden sich viele sagen und an den Kakao denken, den sie als Kinder tranken oder an die Schokolade, die ihnen die Oma schenkte.

Inzwischen ist für mich Nestlé zum Inbegriff dessen geworden, was ich meinem schlimmsten Feind nicht wünsche. Wie konnte das geschehen? 

Lag es am Nudel-Skandal, in dem Lebensmittelkontrolleure in Indien 2015 bedenklich hohe Blei-Konzentrationen feststellten?

Lag es am Milchpulver, das Nestlé an Mütter in Entwicklungsländern verteilte und an dem viele Kinder durch Verunreinigungen bei der Zubereitung der Milch starben? Zudem wurde den Frauen vom Stillen abgeraten. Bis heute hält sich der Konzern nicht an seinen „Milch-Kodex“, der das Bewerben von Säuglingsnahrung einschränken sollte.

Liegt es an den durch Kaffee-Kapseln verursachten Müllbergen? Wohl kaum, obwohl jeder Skandal an sich auf ein fehlendes Geschäfts-Ethos hinweist. Wer weiß denn schon, daß die Kakao-Bohnen, die Nestlé zur Herstellung von Schokolade verarbeitet, von Kindern geerntet werden? 2001 erklärte Nestlé zwar, daß es keine Kindersklavenarbeit mehr dulden würde, aber wer kontrolliert die afrikanischen Subunternehmer?

Es ist auch nicht nur ein Image-Crash, wie Journaille vermeldet, wenn Nestlé davon spricht, daß Wasser eben kein Menschenrecht darstelle, sondern einen Marktwert habe. Die schweizer Firma ist Marktführer für in Flaschen abgefülltes Trinkwasser und eine Schande für jeden Handel. Der Konzern kauft bis heute Wasserrechte in anderen Ländern und sichert sich Lizenzen zum Brunnenbohren. Vor allem trockene Regionen leiden unter dem Monopol und unter versiegenden Brunnen. (RH)

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