Bekannter evangelischer Pastor zahlt ab sofort keinen Rundfunkbeitrag mehr

(Bild Uwe Holmer: Paul Peplow; CC BY-SA 3.0; siehe Link)
Pastor Uwe Holmer verweigert Rundfunkbeitrag (Bild Uwe Holmer: Paul Peplow; CC BY-SA 3.0; siehe Link)

Pfarrer Uwe Holmer, einer der bekanntesten evangelischen Pastoren Deutschlands, weigert sich ab sofort die Zahlung des Rundfunkbeitrags zu entrichten. Grund: der wiederholte Verzicht von ARD und ZDF, über den „Marsch für das Leben“ zu berichten. „Sollten Sie gegen mein Verhalten juristisch vorgehen, ist mir das lieb“, so der streitbare Kirchenmann.

Pfarrer Uwe Holmer, evangelischer Pastor, Anfang 2010 wohl weltweit bekannt geworden, weil er Erich und Margot Honecker Asyl in seiner Kirche gewährte, weigert sich ab sofort, den Rundfunkbeitrag zu bezahlen.

„Und ich habe ein Recht auf sachliche, ehrliche und wahrheitsgetreue Berichterstattung“

Grund der Weigerung, so das evangelische Nachrichtenmagazin „idea“, sei der wiederholte Verzicht von ARD und ZDF, über den „Marsch für das Leben“ zu berichten. In einem Brief an ARD und ZDF kritisiert der pensionierte evangelische Pastor den Verzicht auf eine Berichterstattung: „Von einer anderen Demonstration, sehr viel kleiner, haben Sie aber durchaus berichtet.“ Das sei eine einseitige Politik. Am 16. September nahmen laut Initiator rund 7.500 Menschen in Berlin an einem Schweigemarsch unter dem Motto „Die Schwächsten schützen: Ja zu jedem Kind“ teil.

„Sie ziehen mir Pflichtgebühren ab. Damit übernehmen Sie die Pflicht, redlich zu berichten und nicht zu manipulieren“, so der 88-jährige Kirchenmann weiter. Die mehr als 7.500 Teilnehmer des Marsches für das Leben hätten darauf hingewiesen, dass in Deutschland jedes Jahr mehr als 100.000 Kinder im Mutterleib getötet werden. Sie forderten damit die Beachtung des gesetzlich verbrieften Rechtes auf Leben. Holmer: „Und ich habe ein Recht auf sachliche, ehrliche und wahrheitsgetreue Berichterstattung.“

„Sollten Sie gegen mein Verhalten juristisch vorgehen, ist mir das lieb“

Da ARD und ZDF ihrer Pflicht nicht nachgekommen seien, werde auch er sich seiner Pflicht entziehen, „und für den Rest des Jahres 2017 keine Pflichtgebühren bezahlen“. Erst wenn Sie mir versichern, dass Sie im nächsten Jahr unparteiisch und ausgewogen berichten, werde er ab Januar 2018 die Fernseh- und Rundfunkgebühren wieder entrichten. Und weiter: „Sollten Sie gegen mein Verhalten juristisch vorgehen, ist mir das lieb.“

Wie Holmer gegenüber idea bestätigte,  habe er seine Bank inzwischen angewiesen, die Zahlung des Rundfunkbeitrags bis auf weiteres einzustellen. (SB)

 

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