Katalonien vor dem Abgrund?

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In Katalonien geht's rund (Foto: Screenshot/Youtube)

In Barcelona protestieren tausende Menschen, nachdem die Polizei gestern 14 katalonische Regierungsmitglieder verhaftet hat, unter ihnen Josep Maria Jové, die rechte Hand von Vize-Regierungschef Oriol Junqueras.

Im Zuge des von Katalonien für den 1. Oktober angekündigte Unabhängigkeitsreferendum, dass die spanische Regierung unter allen Umständen verhindern will, durchsuchte die Polizei Büros der lokalen Regierung in Barcelona.

Tausende Protestler harrten vor dem Sitz der katalanischen Vizepräsidentschaft in Barcelona in der Nacht zum Donnerstag aus.

Madrid hat das Referendum für illegal erklärt. Selbst ein Urteil des spanischen Verfassungsgerichts, dass Ende Juli der Zentralregierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy, scheint die Befürworter der Abspaltung nicht von ihrem Vorhaben abzubringen.

Der konservative Rajoy hat schon mehrfach betont, die Abspaltung der wirtschaftsstärksten Region Spaniens werde unter keinen Umständen zugelassen. Das Verfassungsgericht untersagte mehrfach die Abhaltung eines Unabhängigkeitsreferendums. Eine Umfrage sah zuletzt keine Mehrheit für eine Abspaltung.

Bis jetzt haben 745 von 948 Gemeindevorsitzenden erklärt, sie werden Veranstaltungsorte für das Referendum bereitstellen.

750 Bürgermeister wird bürgerlicher Ungehorsam, Amtsmissbrauch und der Missbrauch von öffentlichen Geldern vorgeworfen.

Marc Solsona, Bürgermeister von Mollerussa sagte gestern: „Wählen ist kein Verbrechen. Ich bin nur der Bürgermeister. Ich habe meinen Bürgern zu dienen. Ich bin verpflichtet, den Menschen am 1.Oktober die Wahl in Übereinstimmung mit dem vom katalanischen Parlament verabschiedeten Gesetz zu ermöglichen. Was mit mir passiert, ist unerheblich.“

Auch Julian Assange mischt sich nun in die Auseinandersetzung  ein.

Der Wikileaks-Gründer wirft der spanischen Regierung vor, „wie eine Bananenrepublik zu handeln“.

Eine Umfrage sah zuletzt keine Mehrheit für eine Abspaltung. (MS)

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