Fremdschämen: Trittin erklärt Trump die Welt

(Bild: JouWatch)
"Außenexperte" Jürgen Trittin (Grüne) (Bild: JouWatch)

Donald J. Trump sprach am 19.9.2017 zur Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York:

Als Anführer der Vereinigten Staaten werde ich immer Amerika an erster Stelle setzen, genauso wie Sie, als Anführer Ihrer Nationen, Ihre Länder an erster Stelle setzen sollten. Alle verantwortungsvollen Anführer sind verpflichtet, dem Wohl ihrer eigenen Bürger zu dienen. Dabei stellt der souveräne Nationalstaat immer noch das beste Instrument da, das Los der Menschheit zu verbessern. Eine bessere Welt für unsere Völker zu schaffen erfordert jedoch auch eine enge, harmonische Zusammenarbeit, um eine sichere und friedliche Zukunft für alle zu schaffen. Die Vereinigten Staaten werden der Welt immer ein guter Freund sein, und vor allem unseren Verbündeten. Aber wir können uns nicht länger ausnutzen lassen, oder einseitige Deals akzeptieren, bei denen die Vereinigten Staaten immer nur geben und nichts dafür bekommen. Solange ich dieses Amt bekleide, werde ich vor allem anderen die Interessen Amerikas verteidigen.

Der Grüne „Außenexperte“ Jürgen Trittin sagte Tobias Armbrüster im Deutschlandfunk:

Armbrüster: Herr Trittin, hat Trump da recht? Sollten auch deutsche Politiker häufiger mal sagen, Deutschland zuerst?

Trittin: Das ist eine Absage an eine geordnete Welt. Donald Trump hat nicht verstanden, was das System der Vereinten Nationen ist. Dieses beruht auf Kooperation. Das ist übrigens mal gegründet worden unter anderem von den Vereinigten Staaten von Amerika. Von dieser Tradition hat sich Donald Trump komplett verabschiedet mit einer, wie ich finde, teilweise bizarren Rede.

Armbrüster: Aber trifft er nicht vielleicht zumindest einen Kern, dass sich viele Menschen häufiger wünschen, dass Politiker in ihren Ländern vielleicht weniger, vielleicht nicht ganz so viel an internationale Organisationen denken, sondern häufiger auch mal an zum Beispiel Bedürftige in ihren eigenen Ländern?

Trittin: hat scheinbar die Frage nicht verstanden.

Hier das Interview mit „Außenexperte“ Jürgen Trittin.

Hier die Trump-Rede im Wortlaut.

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