„Rechtsarme“ Gebiete jetzt auch in Mitteldeutschland

In Sachen No-Go-Zonen holt Mitteldeutschland auf. Laut Cathleen Martin, Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Sachsen, gebe es auch hier mittlerweile Gebiete, in denen der Staat nicht mehr für die Sicherheit seiner Bürger sorgen könne. Dort seien Straftaten nur noch schwer zu ahnden. Trotzdem will sie nicht von „rechtsfreien“ Räumen sprechen, sie nennt sie lieber „rechtsarm“.

In einigen Leipziger Vierteln brauche man jetzt schon für einfache Kontrollen mehr Personal als anderswo. „Wenn ich in der Innenstadt jemanden kontrolliere, reicht eine Funkwagen-Besatzung. Gerade im Bereich Eisenbahnstraße oder Connewitz brauche ich mehr als eine Besatzung“, so Cathleen Martin.

Reine Übertreibung, findet der innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im sächsischen Landtag Christian Hartmann.  Er kenne die Probleme – auch vom Dresdner Alaunplatz – will das aber nicht dramatisieren. Die Zustände wie in Berlin oder in einigen Teilen des Ruhrgebietes würden sich noch von der Kriminalitäts- und Gefährdungssituation in Sachsen unterscheiden.

Was als „gefährlicher Ort“ bezeichnet wird, entscheide jede Direktion selbst, so das Dresdner Innenministerium zur gegenwärtigen Situation.

Auch in Thüringen und Sachsen-Anhalt gibt es diese „gefährlichen Orte“. In Erfurt gelte das für den Anger, in Magdeburg ist es der Hasselbachplatz, auf dem es immer wieder zu Massenschlägereien kommt. (MS)

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