Gender-Wahl-Gap

Foto: Durch Rawpixel.com/Shutterstock
Entscheiden diese Hinterteile die Wahl? (Foto: Durch Rawpixel.com/Shutterstock)

Zwei Millionen Frauenstimmen mehr bei der Bundestagswahl. Aber das hat die deutsche Frau sich verdient. Schließlich hat sie sich gut gepflegt.

Von Volker Kleinophorst

Auf dem wirklich sehr lesenswerten Blog von Hadmut Danisch, fand ich zwei interessante Einträge.

So stand wohl in der Stimme der Dummheit, auch unter dem Namen BILD bekannt, „In zwei Wochen ist aber eine andere Wählergruppe die mit Abstand größte und deshalb wichtigste: die Frauen. Sonntag sind fast zwei Millionen mehr Frauen als Männer wahlberechtigt.“

Danisch fragt sich: „Wie kann es gehen, das Frauen als Kollektiv einen solch überproportionales Stimmgewicht haben?“ Natürlich hat Danisch sofort den Gleichstellungsalarm ausgerufen, denn eigentlich müsste das Stimmgewicht der Frauen proportional runtergerechnet werden, von wegen Geschlechtergerechtigkeit.

Das Gender-Wahl-Gap würde so eigentlich dazu einladen, die Wahl anzufechten. Für BILD ist es natürlich einfacher: „Es sind mehr Frauen, weil Frauen älter werden als Männer. In Deutschland im Schnitt 83, Männer nur 78. Frauen werden älter als Männer, weil sie vernünftiger sind, auf sich achten, weniger unnötige Risiken eingehen.“

Dass Frauen älter werden, weil sie die gefährlichen, gesundheitsschädlichen und körperlich anspruchsvollen Aufgaben gerne den Männern überlassen, ist ja eine Verschwörungstheorie.

Dazu passt eine auf dem gleichen Blog erschienene kleine Meldung aus England:

„In London haben sie etwas entdeckt, was es grundsätzlich auch bei uns gibt, aber bei weitem nicht in diesen Größenordnungen. In der Kanalisation haben sie einen 130-Tonnen-Pfropfen (250 Meter lang) entdeckt, der sich aus Fett und Damenbinden gebildet hat.“

Gender–Aufgabe von Hadmut Danisch:

  1. Wer hat die Küchenabfälle und Binden wohl in den Abfluss gekippt?
  2. Wer wird den Fettberg entfernen?

„Bei Kanalarbeitern gibt es keine Frauenquote. Und auch keinen Einstellungsstopp für Männer der gilt, bis Frauen Parität erreicht haben. Wenn es um Vorstände oder Professuren geht da wird Gleichstellung und Quote durchgeprügelt. Bei den Scheißjobs nicht.“

Und wenn man dann länger lebt, weil man eben lauer lebt, dann ist doch auch nur gerecht, dass man dafür noch mit einem höheren Stimmenanteil belohnt wird.

Gell?

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