Auch das noch: Friedensnobelpreis für NGO´s?

(Symbolfoto: Durch Alexyz3d/Shutterstock
Flüchtlinge werden über das Mittelmeer geschleust. Jetzt sollen die "Schleuser" auch noch den Friedensnobelpreis kriegen (Symbolfoto: Durch Alexyz3d/Shutterstock)

Ein im italienischen Parma ansässiges Komitee „europäischer Bürger“, arbeitet an der Nominierung von mehr als 60 NGOs für den Friedensnobelpreis 2018.

Von Marilla Slominski

Unter dem Titel “The Righteous of the Med Sea” haben sie insgesamt 66 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, „Rettungsschiffe“ der NGO´s sowie Privatpersonen wie Fischer aufgelistet, die es ihrer Meinung nach verdienen, ausgezeichnet zu werden.

Unter ihnen befinden sich auch die deutschen Hilfsorganisationen Sea-Watch, Sea-Eye, Jugend Rettet, Die Seenotretter, Lifeboot, Cadus, Das Zentrum für Politische Schönheit sowie die DLRG.

Das Zentrum für politische Schönheit hat mit sich mit Aktionen wie „Die Toten kommen“ oder „Flüchtlinge fressen. Not und Spiele“ einen Namen gemacht.

Vorsitzender der Organisation „See-eye“ ist der ehemalige Chefredakteur des Berliner Kuriers Michael Buschheuer, der sich jetzt auf die „Flüchtlingsrettung“ spezialisiert hat. Seine Organisation war neben „Jugend rettet“, „Sea Watch“, „LifeBoat“ und die maltesische „Migrant Offshore Aid Station“ im Mai ins Visier der Ermittler geraten.

Viele der aufgeführten Organisationen stehen auf der Spendenliste des US-Milliardärs George Soros (JouWatch berichtete). Seit August ermittelt die italienische Staatsanwaltschaft gegen einige wegen Zusammenarbeit mit Schleppern.

„Mit ihren Aktionen haben sie Angst und Rassismus in einer Welle von Mitgefühl ertränkt und daran erinnert, dass wir alle eins sind, vereint durch die Menschlichkeit und unabhängig von Rasse, Religion oder Herkunft“, erklärt das Komitee auf seiner Webseite.

Der Name „Righteous“ (die Gerechten) sei aus der Bibel entnommen und wurde im Gedenken an diejenigen gewählt, die Juden vor den Nazis gerettet hätten, so das Komitee.

Laut Vorstandsmitglied Andrea Cantini hätten sich Bürger zusammengeschlossen, die darüber empört sind, dass diese Organisationen von „Parteien vom radikalen rechten Rand kriminalisiert worden seien“.

Ende August hatten viele Schiffe unter dem Druck Italiens und wegen Drohungen aus Libyen ihre „Rettungsaktionen“ im Mittelmeer eingestellt (jouwatch berichtete). Seitdem ist die Zahl der Toten drastisch gesunken. Ende August wurde bekannt, dass innerhalb eines Zeitraums von 20 Tagen nicht ein einziger Mensch ertrunken ist.

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