Ex-SPD-Landtagsabgeordneter Förster legt im Sex-Prozess Geständnis ab

(Bild: JouWatch)
Linus Förster (SPD) (Bild: JouWatch)

Augsburg – Der ehemalige bayerische Landtagsabgeordnete und SPD-Funktionsträger Linus Förster legte im Missbrauchsprozess ein umfassendes Geständnis ab. Die von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfe träfen „im Wesentlichen“ zu.

Seit Ende November ermittelte die Staatsanwalt Augsburg gegen den ehemalige bayerische Landtagsabgeordnete und SPD-Funktionsträger Linus Förster wegen der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen, schweren sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen und der Körperverletzung und versuchten Nötigung, sowie des Besitzes von kinderpornografischen Fotos und Videos (JouWatch berichtete).

Erhobene Vorwürfe treffen „im Wesentlichen“ 

Förster, der seit 2003 im Landtag saß und bei der bayerischen SPD im Landesvorstand und im Landespräsidium war, befindet sich seit Dezember wegen der Vorwürfe in Untersuchungshaft. Zu Beginn des Prozesses trug der Anwalt des 52-Jährigen im seinem Namen eine Erklärung vor, dass die von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfe „im Wesentlichen“ zuträfen.

In der Hauptverhandlung am Dienstag  vor dem Landgericht Augsburg legte Förster am ersten Verhandlungstag ein umfassendes Geständnis ab. Demnach verging sich der 52-Jährige an zwei durch Schlaftabletten und Alkohol wehrlose Frauen, machte mehrfach heimlich Filmaufnahmen beim Sex und besaß mehr als 1300 kinderpornografische Fotos und Videos, so WeltOnline.

Höchstens vier Jahren Haft im Gegenzug für ein umfassendes Geständnis

Im Vorfeld des Verfahrens gab es laut vorsitzendem Richter nicht bindende Vorgespräche zwischen der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung über eine Strafe von höchstens vier Jahren Haft im Gegenzug für ein umfassendes Geständnis. Im Fall eines Täter-Opfer-Ausgleichs würde sich die Strafe auf weniger als vier Jahre Haft belaufen.

Nach Angaben des Verteidigers habe Förster mit vier von fünf Frauen vor Prozessbeginn bereits einen Täter-Opfer-Ausgleich geschlossen und habe an eine ehemalige Lebensgefährtin, an der er sich zweimal im wehrlosen Zustand vergangen hatte, 20.000 Euro bezahlt. Auch an drei weitere Frauen habe er Geld bezahlt. Ein fünftes Opfer habe auf sei Angebot nicht reagiert. (BS)

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