Berliner Senat auf Schnüffeltour: Wie schwul sind denn die Lehrer?

Symbolfoto: Shutterstock
Schwul oder nicht schwul, das ist hier in Berlin die Frage (Symbolfoto: Shutterstock)

Der Berliner Senat hat eine große Umfrage unter den Lehrern gestartet. Thema: Ihre sexuelle Orientierung. Bei Bewerbungsgesprächen vom Arbeitgeber solche Fragen gestellt zu bekommen, ist in Deutschland per Gesetz verboten. Für die Regierenden in Berlin mal wieder kein Thema. Gefragt wird z.B. nicht nur: „„Wie oft haben Sie Geschlechterrollen hinterfragt? Wie oft haben Sie Materialien verwendet, in denen Personen vorkamen, die Geschlechterstereotypen widersprachen, zum Beispiel Mädchen, die Fußball spielen? Sollte sexuelle Vielfalt thematisiert werden?“ Und: „Was ist Ihre sexuelle Orientierung?“.

Auch detaillierte Angaben zur Person wie Alter, Adresse der Schule und Dienstjahre sind erwünscht, von Anonymität kann also keine Rede sein. Zudem fordert der rotrotgrüne Senat alle angesprochenen Lehrer an den ausgewählten Schulen dazu auf, an der Befragung teilzunehmen.
Warum der Senat wissen will, in welcher Geschlechterrolle seine Angestellten sich wohlfühlen ist unklar. Auch von den Linken erhebt sich kein Protest. Sie sind sonst die Ersten, die auf die Barrikaden gehen, wenn es um Datenschutz geht. So machten sie bei der Volkszählung ein großes Fass auf, als Befragte -freiwillig- ihren Migrationshintergrund angeben konnten.

Nun könnte man doch ohne weiteres mal bei den Bürgern, die eine gewisse Zeit im Gefängnis verbringen müssen, fragen: Wie ist denn die religiöse Orientierung? (MS)

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