Skandal: Trump verurteilt Antifa-Gewalt

(Foto: Twitter)
Wir sind die Guten: Antifa in Berkeley (Foto: Twitter)

Zum Erstaunen der deutschen Medien hat Donald Trump sich wieder klar gegen rechtsextreme Gewalt geäußert. Nie um einen Skandal verlegen beklagte die deutsche Mainstream-Presse jedoch, dass Trump alle Formen der politischen Gewalt gleichermaßen verurteilt.

von Collin McMahon

Während zwei Orkane Texas und Florida verwüstet haben und Kim-Jong Un mit dem nuklearen Säbel rasselt, haben die Demokraten im US-Senat nichts besseres zu tun, als den US-Präsidenten in einer Resolution dazu aufzufordern, sich zur Demokratie und gegen rechtsradikale Gewalt zu bekennen. Diese Resolution hat Trump nun unterschrieben, allerdings fügte er – etwas ungewöhnlich – der Resolution einen Beisatz des Präsidenten hinzu, in dem er darauf hinwies, dass „wir alle unter den selben Gesetzen leben, die selbe Fahne salutieren, und vom selben Gott geschaffen sind… Lasst uns in Zukunft die Bande der Liebe und Treue zueinander wiederentdecken, die uns als Amerikaner einen.“

Vor der Unterzeichung hatte Trump wieder bekräftigt, dass das Gesetz für alle gleichermaßen gelte. „Wenn man sich diese Antifa anguckt, gibt es da auch ziemliche krasse Typen“, sagte Trump. „Viele Leute haben mir geschrieben und gesagt, ‚Sie haben recht’.“ Seit den Antifa-Krawallen zu seiner Amtseinführung hatte es immer wieder gewaltsame Antifa-Ausschreitungen vor allem in Berkeley gegeben, bei denen auch Minderheiten und Journalisten angegriffen wurden.

Die deutsche Presse, die oft wie der Tagesspiegel-Journalist und Antifa-Aktivist „Sören Kohlhuber“ enge Verbindungen zur gewaltbereiten Linken unterhält, wie in Hamburg zur G20 publik wurde, heulte wieder entrüstet auf:

„Nach den Ausschreitungen in Charlottesville hatte US-Präsident Trump rechtsextreme Gewalt relativiert“, behauptete der Spiegel ohne Nennung von Belegen. Die Hamburger meinen mit „relativieren“ scheinbar, dass der Chef der Exekutive der USA alle Straftaten gleichermaßen verurteilt.

„Gegen Rassismus – wieder mit Seitenhieb nach links“, titelte die zwangsgebührenfinanzierte Tagesschau und wunderte sich: „Trump gab erneut linken Gruppen eine Mitschuld an der Eskalation.“

Die „Zeit“ sprach von „zweideutigen Äußerungen“ des US-Präsidenten nach den gewaltsamen Ausschreitungen von Charlottesville, bei denen eine Demonstrantin getötet worden war. Trump habe „undifferenziert von Gewalt auf ‚vielen Seiten’ gesprochen.“ Dabei ist es doch eigentlich sehr „differenziert“ von Gewalt auf vielen Seiten zu sprechen. Dann geht den Erben von Marion Gräfin Dönhoff und Helmut Schmidt endgültig der Gaul durch: „Auch unter den Rechtsextremisten seien „sehr gute Leute“ gewesen, sagte (Trump).“

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„Shalom Shapiro“ steht auf dem Schild der Demonstrantin, die in Berekely bei einer Rangelei mit Antifas verletzt wurde (Bild: Foto: Henry Gunn / Facebook)

Schlampigkeit, oder bewusste Lüge? Unter den Demonstranten, die in Charlottesville für den Erhalt einer Statue von Südstaatengeneral Robert E. Lee protestiert hatten, seien auch „sehr gute Leute“ gewesen, hatte Trump am 16.8. gesagt, während er ausdrücklich die Rechtsextremen verurteilte:

Trump: Ich habe diese Videos sehr genau verfolgt, genauer als die meisten von Ihnen wahrscheinlich, und da sah man eine Gruppe auf der einen Seite, die sehr gewalttätig war, und eine Gruppe auf der anderen Seite, die auch sehr gewalttätig war. Niemand will es sagen, aber so war es. Diese (linksextreme) Gruppe hat zuerst angegriffen, obwohl sie keine Demonstrationsgenehmigung hatten, und sie waren extrem gewalttätig.

Reporter: Stellen Sie diese sogenannte „Alt-Left“ auf dieselbe Stufe wie die Neo-Nazis?

Trump: Ich habe die Neo-Nazis verurteilt. Aber nicht alle Demonstranten waren Neo-Nazis oder Rassisten, bei weitem nicht. Manche Leute waren nur da, weil sie für den Erhalt der Statue von Robert E. Lee demonstrieren wollten. Wenn Sie ein ehrlicher Reporter wären, würden Sie das auch berichten.

Wenn wir ehrliche Reporter hätten! Ja, wäre das nicht schön.

Am Donnerstag Abend kam es an der Uni Berkeley bei der Rede des konservativen jüdischen Kommentators Ben Shapiro wieder zu gewaltsamen Antifa-Ausschreitungen. Mindestens eine Person wurde verletzt, die das Recht auf Meinungsfreiheit verteidigen wollte, meldete Aktivist Kyle Chapman. Die Polizei von Berkeley dementierte, die Frau sei nur gestürzt. Der Augenzeuge Henry Gunn nannte diese Darstellung eine „vollkommene Lüge“: Mindestens vier Antifa hätten die Frau angegriffen, woraufhin sie auf ihren Hinterkopf gestürzt sei. Neun Personen aus dem gewaltbereiten linken Spektrum wurden verhaftet.

Collin McMahon ist Autor („Lukas und Skotti“) und Übersetzer („Gregs Tagebuch“). Er schreibt gerade an einem Buch über Donald Trump. Bei Verlagsinteresse bitte Zuschrift.

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