„Brutale Zensur“: Brüssel verbietet Ausstellung von Karikaturen der EU-Chefs

(Bild: tvxs)
Nicht zugelassen! (Bild: tvxs)

Weil die betreffenden Karikaturen nicht mit den „europäischen Werten“ übereinstimmen, wurden 12 von ihnen, die unter anderem EU-Staats- und Regierungschefs darstellen, für die geplante Ausstellung zum 60. Jahrestag der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in Brüssel Ende September nicht zugelassen. Die Organisatoren der Kulturveranstaltung nennen das Vorgehen einen Akt „brutaler Zensur“.

Am 25. September sollten anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in Brüssel karikaturistische Werke von griechischen und französischen Künstlern ausgestellt werden. Die für die Prüfung zuständige Europaabgeordnete Catherine Bearder hat jedoch 12 der eingereichten 28 griechischen Karikaturen, die EU-Staats- und Regierungschefs darstellen, abgelehnt und zur Ausstellung nicht zugelassen. Laut RT soll die EU-Funktionärin als Erklärung angegeben haben, dass diese die EU-Politiker und ihre Politik verspotten und mit den Werten der Europäischen Union nicht übereinstimmen würden.

Die Organisatoren der Kulturveranstaltung verurteilten das Vorgehen als einen Akt „brutaler Zensur“. Das griechische Magazin tvxs zitiert den griechischen MdEP Stelios Kouloglou mit den Worten: „Dies ein beispielloser Zensurversuch des Europäischen Parlaments“. Kouloglou betonte, dass er diese Zensur nicht akzeptieren werde, und gemeinsam mit dem Abgeordneten Patrick Le Hyaric, mit dem er die Veranstaltung organisiert hat, gegen diesen Beschluss des Dekans des Präsidenten des Europäischen Parlaments Einspruch einlegen werde.

Zu den EU-Werten gehöre unter anderem auch „Humor und Sinn für Menschsein“, gegen die die zensierten Kunstwerke „keineswegs verstoßen“. (BS)

 (Bild: tyxs)
Abgelehnte Skizzen (Bild: tvxs)

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